förderprogramme, projekte und -mittel gibt es ewig viele. nicht immer aber
gibt es auch gleich begünstigte, wenn ein neuer topf sich auftut. erst vor kurzem rief das bundesministerium für familie, senioren, frauen und jugend ein neues modellprojekt mit dem namen "vereinbarkeit für alleinerziehende" ins leben.
an je 12 ausgewählten modellstandorten sollen in zusammenarbeit von arbeitsagenturen und arbeitsgemeinschaften mit unternehmen, verbänden, kammern, bildungs- und jugendhilfeträgern, lokalen bündnissen für familie und mehrgenerationenhäusern eine infrastruktur entstehen, die alleinerziehende beim start ins arbeitsleben unterstützen soll. so sind die 12 modellstandorte bereits ausgewählt und mit 40000 euro im portmonaie kann da jetzt auch richtig was getan werden für euch!
ja, euch - die alleinerziehenden.
arbeitgeber schätzen eure kompetenz, die hohe belastbarkeit und die flexibilität, die ihr an den tag legt im kampf, beruf und familie unter einen hut zu bringen. ihr seit nach letzten angaben des bundesministeriums in deutschland 1,6 millionen. ihr habt zusammen 2,2 mio kinder und 41% von euch bekommen hartz iv. von den 2,2 mio kindern sind 800000 kinder armutsgefährdet.
und deswegen seit ihr eine "zielgruppe" für die es fördertöpfe gibt. abrufen können die je nach förderprogramm und -bedingung öffentliche oder/und gemeinnützige träger, die sich meist schon mit euch als zielgruppe beschäftigen oder mit euren kindern. gefördert wird auch nicht nach dem, was ihr wirklich braucht sondern nur der oder das, was in die förderbedingung passt.
"die meisten alleinerziehenden wollen arbeiten. obwohl sie topmotiviert und enorm leistungsbereit sind, haben sie es aber oft schwer, den passenden job zu finden", erklärt der staatssekretär im bundesministerium für familie, senioren, frauen und jugend, gerd hoofe, anlässlich der konferenz. "um ihren alltag mit kindern erfolgreich zu meistern, brauchen sie vor allem ein dichtes netz aus beratung und praktischer hilfe vor ort.
und? fühlt ihr euch da angesprochen, verstanden und abgeholt, dort, wo ihr steht? welche sorgen und nöte habt ihr? was wollt ihr denn geändert haben, dass es "leichter" oder "besser" für euch wird? wie kann/könnte hilfe denn aussehen? oder geht es euch womöglich ganz gut und ihr braucht und wollt keine externe hilfe? hat euch denn überhaupt jemand gefragt, wie es euch geht?
und um es auf den punkt zu bringen: die 12 modellstandorte sind nur ein anfang. das bundeswirtschaftsministerium hat ganze 60 mio euro für euch parat. auch hier sollen 60 modellstandorte bis juli 2009 ausgewählt werden. leipzig hat sich auf jeden fall beworben. die zielgruppe alleinerziehende wird hier nochmal verschärft durch die förderbedingung empfänger von leistungen nach dem sgb II. und auch hier ist der empfänger die kommune, die sich vorher nach rücksprache mit lokalen partnern mit einem konkreten projekt bewirbt.
sollte dann leipzig ein gewinner sein, erfahren die "geeignete probanten" nach förderbedingung sicher per post durch die zuständige arbeitsagentur davon. ob die teilnahme dann allerdings noch freiwillig ist, steht in den sternen.
veröffentlicht: root -- Montag, 15. Juni 2009; 12:29:56 Uhr