14 lebensmittel verantwortlich für 90 prozent der allergien / neue broschüre des nestlé ernährungsstudios / ratgeber für die richtige lebensmittelauswahl bei allergien / downloadbar und kostenlos zu bestellen
allergisch oder nicht allergisch?
zu den lebensmittelunverträglichkeiten gehören neben der „echten“ allergie die nicht allergischen unverträglichkeiten, die beispielsweise auf einem enzymdefekt beruhen. es gibt zudem pseudoallergien. „bei ihnen reagiert der körper auf zugesetzte substanzen wie aromen oder zusatzstoffe wie konservierungsstoffe und farbstoffe sowie auf natürliche inhaltsstoffe“, erläutert die ernährungswissenschaftlerin und mitautorin der broschüre dr. elke arms. hingegen involvieren allergien immer das immunsystem. da dies alles nicht immer einfach zu erkennen ist, kann eine „selbstdiagnose“ nicht den gang zum arzt ersetzen. „ärzte verwenden spezielle tests, um eine eindeutige diagnose zu erstellen“, so dr. elke arms. basis hierfür ist ein ernährungstagebuch. wie ein solches zu führen ist und wo es erhältlich ist, erklärt die broschüre. in dem tagebuch wird zum beispiel zwei bis vier wochen lang festgehalten, wann und mit welchen symptomen auf lebensmittel reagiert wurde.
verzicht muss nicht sein
während allergiker das auslösende lebensmittel komplett vom speiseplan streichen müssen, werden bei nicht allergischen lebensmittelunverträglichkeiten oft kleine mengen vertragen. „etwa 20 prozent der bevölkerung in deutschland leiden zum beispiel an einer milchzuckerunverträglichkeit, müssen aber meist nicht komplett auf milch oder milchprodukte verzichten. je nach ausprägung werden kleine mengen vertragen und es wird auf lebensmittel wie hartkäse mit geringem laktosegehalt zurückgegriffen“, erklärt dr. elke arms. bei erdnussallergikern hingegen reichen oft kleinste mengen, um heftige reaktionen auszulösen. kommen allergiker damit in kontakt oder atmen erdnussspuren ein, kann dies zu erstickungsanfällen und zum kreislaufzusammenbruch führen. wer den nussigen geschmack bei brot oder gebäck nicht missen möchte: eine gute alternative sind gerösteter sesam, kürbis- oder sonnenblumenkerne.

genau hinschauen schützt
auf bestimmte dinge zu verzichten, ist leichter gesagt als getan. bei verarbeiteten lebensmitteln sind die zutaten nicht auf anhieb zu erkennen. so werden hühnerei- oder milcheiweiß beispielsweise häufig als bindemittel in suppen, saucen, pudding, teigwaren, kuchen und gebäck eingesetzt. nur ein genauer blick auf die zutatenliste kann vor bösen überraschungen schützen. die broschüre informiert daher ausführlich über die gesetzlich vorgeschriebene kennzeichnung und wie diese zu interpretieren ist: schließlich werden etwa 90 prozent aller nahrungsmittelallergien durch 14 lebensmittel verursacht. zu diesen top-allergenen gehören unter anderem glutenhaltiges getreide (z.b. weizen, gerste, roggen, hafer und dinkel), erdnüsse, soja, sellerie und milch sowie daraus hergestellte erzeugnisse. lebensmittelproduzenten müssen sie generell auf der zutatenliste angeben, egal in welcher menge sie verarbeitet sind. „beispielsweise sollen erdnussallergiker den hinweis ‚kann spuren von erdnüssen enthalten’ auf der verpackung ernst nehmen“, so dr. elke arms. auch wenn das produkt selbst damit nicht hergestellt wird, können bei der produktion spuren eines anderen erzeugnisses übertragen werden. wenn allergiker sich nicht sicher sind, ob das gewählte lebensmittel für sie geeignet ist, helfen die hersteller weiter. nestlé bietet zu seinen produkten im nestlé ernährungsstudio unter „produktinformationen“ eine genaue beschreibung der inhaltsstoffe an. zudem gibt es auf der website interpretationshilfen für die allergieangaben auf den verpackungen.
allergieursachen
wenn eltern an einer allergie leiden, ist ihnen daran gelegen, das risiko für ihren nachwuchs gering zu halten. die broschüre informiert über die ursachen von allergien und wie vorbeugende maßnahmen das allergierisiko senken. sind beide elternteile allergisch, steigt das risiko bei neugeborenen auf 50 bis 60 prozent, berichtet der deutsche allergie und asthmabund e.v. (daab), mit dem die inhalte der neuen broschüre abgestimmt sind. doch nicht nur die erbliche veranlagung bestimmt das risiko und die ausprägung einer allergie, sondern auch die lebensbedingungen. 15 prozent der neugeborenen entwickeln auch ohne erbliche vorbelastung eine allergie. schwangere und junge eltern erfahren in der broschüre, worauf sie achten sollten und warum stillen die beste allergievorsorge ist. einen hundertprozentigen schutz gibt es nicht. die broschüre „nahrungsmitteallergien – tipps für die richtige lebensmittelauswahl“ verrät geeignete maßnahmen zur vorbeugung.
experten berichten aus dem beratungsalltag
im letzten kapitel fassen die ernährungswissenschaftler die häufigsten fragen aus der persönlichen ernährungsberatung zum thema allergie zusammen. die antworten der experten enthalten viele praktische tipps und beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen erkenntnissen. die themen beschäftigen sich unter anderem mit der apfel- sowie sojaallergie und erklären, warum milch bauchschmerzen auslösen kann. wer über die broschüre hinaus noch fragen hat, erreicht die experten des nestlé ernährungsstudios auch telefonisch unter 069 / 66 71 88 88 (montag bis freitag: 8:00 bis 18:00 uhr).
nach einer kostenfreien anmeldung können sie die broschüre lebensmittelallergien herunterladen.
veröffentlicht: root -- Sonntag, 10. Juli 2011; 17:58:32 Uhr