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nie wieder sprachlos Diesen Text vorlesen lassen

schule

wie der deutsche bund der gehörlosen berichtet, haben 17 sächsische lehrerInnen berufsbegleitend die gebärdensprache erlernt.

 

am 18.09.2009 gab es in einer abschlussveranstaltung im sächsischen staatministerium für kultus die zertifikate. und das ist gut so, denn laut dem letzten bericht zur lage der behinderten und ganhandicapten menschen belegt deutschland europaweit nur platz 6. vor allem die integration von kindern und schülern scheitert oft kläglich.

 

noch ist die bebärdensprache kein fester bestandteil in der ausbildung zum lehrer für hörgeschädigte. vor allem für gehörlos geborene kinder und für gehörlose eltern ist die gebärdensprache wichtigstes kommunikationsmittel. in den 3 schulen für hörgeschädigte in sachsen werden insgesamt 397 schülerInnen von 98 lehrerInnen unterrichtet. nur 271 schülerinnen und schüler werden integrativ betreut.

 

zur integration bedarf es einen schulbegleiter, der der gebärdensprache mächtig ist. und das macht integration zumindest laut behörden und ämtern oft sehr kostenintensiv. das man mit veränderung der ausbildungsinhalte eine viel bessere vorraussetzung schaffen könnte, ist sicher jedem klar.

 

die fortbildung der 17 lehrerInnen setzt sich zusammen aus einem sprachtheoretischen teil an der zwickauer hochschule und wöchentlichen praxisstunden in den jeweiligen schulen der lehrer. am ende des kurses steht eine prüfung, in der grundlegende kenntnisse sowie der situationsbezogene einsatz der gebärdensprache nachgewiesen werden müssen.

 

ein zweiter kurs für weitere 20 lehrer von schulen für hörgeschädigte beginnt im september.



veröffentlicht: root -- Samstag, 26. September 2009; 17:58:53 Uhr


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