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nrw-ministerin plant schülergerichte Diesen Text vorlesen lassen

Richter in Robegeht es nach der nrw-schulministerin barbara sommer urteilen in nrw demnächst schüler über verstösse anderer schüler gegen die schulordnung. in nordrhein-westfalen sollen an den schulen schulgerichte eingeführt werden. diese sollen bei verstössen von schülern, wie kleineren diebstählen, auf den plan treten.

diese gerichte sollen mit schülern besetzt sein, die speziell geschult werden. im moment läuft noch die abstimmung mit der justizministerin roswitha müller-piepenkötter.
einige vorreiterstädte, darunter hamburg, setzen bereits auf einen solchen "teen court".

allerdings wird man eher skeptisch, wenn man die liste der einschränkungen liest. das gericht basiert auf freiwilliger basis und schulungen sollen durch sponsorengelder finanziert werden. so rückt, was im plan sicher gut gemeint ist, eher in eine grauzone aus halbverbindlichkeiten. sicher ist es für die schüler gut, wenn sie ihresgleichen rede und antwort über rechtsverstösse geben müssen. es wäre schön, wenn sie dabei etwas über die funktionsweise des rechtsstaates lernen würden. aber durch diese "ich probier das mal aus"- möglichkeit, welches durch die freiwilligkeit geschaffen wurde, kann man auch das ganze gegenteil erreichen. denn ist es nicht eher so, dass der staat seine gesetze notfalls auch mit gewalt durchsetzt?

veröffentlicht: Antje K. -- Sonntag, 15. April 2007; 15:26:08 Uhr


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