bevor man sich hektisch für einen nachhilfelehrer oder ein nachhilfeinstitut entscheidet, sollte man sich klarheit darüber verschaffen, was gut ist für den nachwuchs. erst einmal muss natürlich das konzept des anbieters stimmen und zu den bedürfnissen des kindes passen. dabei ist man natürlich vor allem auf die aussagen des anbieters angewiesen. eltern sollten also genau hinhören, wenn das nachhilfeinstitut seine ziele vorstellt, und sehr darauf achten, ob die ziele ihnen auch realistisch erscheinen. neben der vermittlung des unterrichtsstoffs sollten die nachhilfeschüler auch über lernmethoden informiert werden, die ihnen helfen, das lernpensum zu bewältigen.
auch nach den lehrmethoden sollte man sich kritisch erkundigen. und weil manche institute bundesweit vertreten sind, reicht es nicht, sich allgemein über das institut zu erkundigen. man sollte zusätzlich nach der qualifikation der lehrer fragen, die das eigene kind unterrichten. auch auf das kleingedruckte - zum beispiel rund um kündigungsfristen und zahlungsmodalitäten - sollten eltern genau achten. stehen unverständliche klauseln in dem vertrag, sollte der betreffende sachverhalt geklärt werden. und auch wenn es um das wohl der eigenen kinder geht, in das eltern gern investieren: ein preisvergleich sollte in die betrachtung auf alle fälle mit einbezogen werden.
ganz wichtig ist die weltanschauliche neutralität des nachhilfe-anbieters, denn das risiko, in einem nachhilfeinstitut in kontakt mit einer sekte zu kommen, ist nicht unerheblich. deshalb sollten eltern und schüler sich auch im bekanntenkreis umhören: kennen vielleicht klassenkameraden das angebot schon und was halten sie davon? manchmal kann auch die schule empfehlungen aussprechen oder weiß, welche älteren schüler für nachhilfeunterricht infrage kommen. wenn man sich länger an ein institut binden will, kann man mit fug und recht eine angemessene probezeit verlangen, nach der man gemeinsam mit sohn oder tochter entscheidet, ob die nachhilfe den ansprüchen gerecht wird.
eine alternative ist inzwischen die online-nachhilfe. dabei hat der schüler über das internet zugang zum computer seines nachhilfelehrers und kann mit ihm gemeinsam die anstehenden aufgaben bearbeiten. parallel dazu sprechen lehrer und schüler via internet-telefonie miteinander.
veröffentlicht: Familienservice Familienfreund KG -- Montag, 12. Dezember 2011; 14:35:31 Uhr