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laut einem bericht des senders "hitradio rtl" zahlt sachsen auch in diesem jahr prämien an engagierte lehrer. im september wurden bereits die schulen informiert und um vorschläge gebeten.

 

 

aber ist das wirklich nötig? müssen lehrer dafür belohnt werden, dass sie gut arbeiten? sollte das nicht vielmehr selbstverständlich sein?

zum weltlehrertag erteilt kultusminister roland wöller den lehrern des freistaates bestnoten. "ihre arbeit kann nicht oft genug gewürdigt werden", so der minister. "kaum eine andere berufsgruppe steht so im fokus der öffentlichkeit, wird bewertet und kritisiert, aber viel zu selten gelobt." natürlich ist der lehrerberuf kein leichter und mit ständig steigenden erwartungen verbunden. aber angsichts der tatsache, dass die zahl der lehrer im freistaat auch im vergangenen jahr weiter gesunken ist und das durchsschnittsalter der lehrer an allgemeinbildenden schulen mittlerweile bei 48,4 jahren liegt, sollte der fokus doch eigentlich woanders liegen.

um gute bildungsergebnisse zu erzielen müssen hochqualifizierten und motivierten pädagogen gute rahmenbedingungen geboten werden. dazu gehören in erster linie kleinere klassen und deutlich mehr fort- und weiterbildungsmöglichkieten. es müssen aber auch deutlich mehr pädagogen ausgebildet werden und mehr mittel für deren ausbildung bereitstehen.

im internatonalen vergleich fällt die bundesrepublik deutlich zurück. um wenigstens das niveau der durchschnittsausgaben der oecd-staaten zu erreichen, müssten mindestens 30 milliarden euro zusätzlich in den bildungsbereich fließen, so ulrich thöne, vorsitzender der gew. während die oecd-länder 2005 laut "bildung auf einen blick“ im schnitt 6,1 prozent des bruttoinlandproduktes für die finanzierung ihres bildungswesens ausgaben, waren dies in deutschland gerade einmal 5,1 prozent.

mit blick auf den bevorstehenden pädagogenmangel fordert thöne die länder auf, jetzt deutlich mehr in den bildungsbereich zu investieren. "wer von heute auf morgen die pleite einer bank mit einer 26,5 milliarden-bürgschaft aus steuergeldern abwenden kann, sollte auch das geld haben, um in die zukunftsaufgabe bildung zu investieren“, unterstrich thöne.

und wenn dann die rahmen- und arbeitsbedingungen stimmen, brauchen die lehrer auch keine zusätzlichen prämien mehr, um motiviert und engagiert ihre schüler auf das leben vorzubereiten.



veröffentlicht: Antje K. -- Mittwoch, 08. Oktober 2008; 13:38:48 Uhr


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