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Privat- und Arbeitswelten: Bloß nicht alt werden? Diesen Text vorlesen lassen

Altersakzeptanz

Alter(n) ist kein Problem – doch unsere Einstellung hierzu häufig schon. Wenn das kalendarische Alter z.B. zum Karrierehindernis wird oder gar zur vorzeitigen Externalisierung aus Arbeitsprozessen führt, dann trifft dies Familien häufig wie aus heiterem Himmel. Während z.B. der 50jährige Familienvater

 

in der Privatwelt immer kraftvoll und voller Elan wahrgenommen wird, passt dieser Eindruck kaum zu seiner unvermittelten Kündigung aus „Altersgründen“ – unabhängig davon, ob dieses Argument öffentlich oder zwischen den Zeilen auftaucht. Der Zynismus dieser Situation wird dann besonders deutlich, wenn in Folge des Arbeitsplatzverlustes eine Neubeschäftigung von Vorstellungsgespräch zu Vorstellungsgespräch immer illusorischer erscheint und die bittere Erkenntnis droht – „für den Arbeitsmarkt bin ich zu alt“. Und das, obwohl bei den heutigen Medizinstandards, hoher Qualität unserer Nahrungsmittel und umfangreicher Kenntnisse um eine gesunde Lebensführung, die erreichbaren Lebensalter sich in immer höhere Kategorien verschieben. Vielleicht hat dieser ausgemusterte 50jährige noch eine Lebensspanne von weiteren 50 Jahren vor sich? 50 Jahre als Bitsteller in einem gesellschaftlichen Sozialsystem?

Doch ist die Haltung gegenüber älteren Mitarbeiter in Unternehmen wirklich pauschal negativ? Gibt es vielleicht Branchen, von denen man lernen könnte, wie ein optimales Miteinander von Jung und Alt den Unternehmen gar Marktvorteile verschaffen kann?

Eine branchenweite Untersuchung der Dr. Tenckhoff UG aus Hennef mit dem Tenor „Altersakzeptanz im Demografischen Wandel“, die als offene Internetbefragung bis 2012 angelegt ist, schafft hier die Voraussetzungen, um erstmalig den kulturellen Wert „Altersakzeptanz“ zahlenmäßig zu ermitteln. Dabei fokussiert diese Umfrage auf den Teilaspekt der Altersakzeptanz der „Älteren“ und geht der Frage nach, wie akzeptiert sind ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen? Bereits erste Auswertungen der bisher bundesweit rund 600 Rückläufe zeigen, dass es von Branche zu Branche und von Bundesland zu Bundesland erhebliche Unterschiede gibt.

Die Ergebnisse, die auf einer Skala von 0 (keine Altersakzeptanz) bis 100 (maximale Altersintegration) dargestellt werden, lassen Vergleiche anhand der ermittelten Werte zu - Vergleiche z.B. zwischen Berufsgruppen, Bundesländern und Branchen. Aber auch die unterschiedlichen Alterskategorien bewerten die auf Ältere wirkende Altersakzeptanz sehr unterschiedlich. Während in jungen Jahren Frauen wie Männer die Altersakzeptanz vergleichsweise hoch bewerten, zeigt sich in mittleren Jahren bereits ein deutlicher Abfall, der sich bis in die Alterskategorien oberhalb von 50 Lebensjahren verstärkt – wobei ältere Frauen zu einer deutlich negativeren Einschätzung neigen als Männer vergleichbaren Alters. Grafik 1 zeigt diese Ergebnisse.

Altersakzeptanz

Der vollständige Bericht (wird quartalsweise aktualisiert) kann unter info@tenckhoff.eu kostenlos und unverbindlich angefordert werden. Die Dr. Tenckhoff UG freut sich über weitere Teilnahmen an ihrer Umfrage unter survey.tenckhoff.eu.



veröffentlicht: root -- Dienstag, 08. Dezember 2009; 13:24:13 Uhr


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