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reform des sgb VII Diesen Text vorlesen lassen

kommen auf behinderte menschen und soziale einrichtungen neue lasten und risiken zu?

kritik an der geplanten reform äußerte der paritätische wohlfahrtsverband in form einer stellungnahme. dabei steht im vordergrund die 2008 geplante umstellung vom brutto- auf das nettoprinzip. neu ist dann, dass sich die einrichtungen den eigenanteil direkt vom betroffenen bzw. von den angehörigen holen müssen, und dann erst vom träger der sozialhilfe den rest der kosten erstattet bekommen.

"diese neue prozedur widerspricht dem ziel, menschen mit behinderungen oder psychischen erkrankungen möglichst schnell und umfassend die erforderlichen hilfen zukommen zu lassen", kritisiert DPWV-vorsitzende barbara Stolterfoht.

nicht zuletzt können so auch betroffene in die schwierige und mitunter konfliktträchtige lage kommen, unterhaltsansprüche gegen angehörige geltend machen zu müssen. ebenso müssten einrichtungen die leistungsfähigkeit von betroffenen prüfen lassen. "es ist absolut inakzeptabel, dass aus rein fiskalischen erwägungen das mühsam aufgebaute konzept der hilfen aus einer hand nun mutwillig wieder zerschlagen wird", so stolterfoht.

im endeffekt würde der bürokratische aufwand erhöht werden und damit auch die kosten. denn sowohl einrichtungen als auch träger der sozialhilfe müssten die leistungsfähigkeit der betroffenen prüfen.

veröffentlicht: familienfreund jana -- Sonntag, 15. April 2007; 12:09:20 Uhr


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