Die Stiftung "Bürger für Leipzig" hat dank großzügiger Spenden der Leipziger 30 Kindern aus einkommensschwachen Familien zu einer würdigen Ausstattung des Schulbeginns verholfen.
Das Geld reichte für 29 Zuckertüten, 9 Schulranzen, 14 Mal Sportkleidung und umfangreiches Schulmaterial.
Die Kinder haben die Sachspenden während des Bürgerpicknicks am 6. Juli 2008 auf der Parkbühne Eutritzsch erhalten. Kinder, Eltern und Großeltern waren für die Hilfe sehr dankbar. Die Kinder konnten zum Teil gar nicht glauben, dass ihnen nun "so ein schöner neuer Ranzen" gehören soll. "So eine große Zuckertüte soll ich tragen?", fragte ein kleiner Erstklässler schmunzelnd. Die Stifter und Spender haben viele leuchtende Kinderaugen gesehen.
Zahlreiche Spenden verdankt die Stiftung Leipziger Bürgern, darunter auch dem Leipziger Schriftsteller Joachim Nowotny. Eine Rentnerin spendete anonym 200 Euro. Schüler, Eltern und Lehrer des Evangelischen Schulzentrums haben die Kollekte ihres Abschlussgottesdienstes des letzten Schuljahres der Zuckertütenaktion gewidmet. Die Mitglieder der Fraktion der Linken im Stadtrat sowie der AG Soziale Politik haben allein insgesamt 1.000 Euro überwiesen. Die Schüler und Schülerinnen der Rahn-Schulen spendeten den Erlös eines Kuchenbasars.
Dank gilt auch Belantis und der Sachsen-Therme, deren Geschäftsführer jeweils Gutscheine für den Eintritt beisteuerten. Auch dem "Cinestar" gilt unser Dank für Sach-und Geldspenden.
Schließlich hat auch der Klett-Schulbuchverlag mit Geld und einer großen Buchspende geholfen. Besonders dankt die Stiftung Frau Almstädt von der Firma Bürohandel Werner in Eutritzsch für die Unterstützung der Aktion.
"Wir wollten, dass kein Kind schon am ersten Schultag schief angesehen wird, nur weil die Erstausstattung von bescheidenen Verhältnissen zeugt," freut sich Wolfgang Merseburger vom Vorstand über den Erfolg der Aktion.
Die Stiftung wollte vor allem Familien und Kindern helfen, die sich in besonders schwierigen Lebensumständen befinden. Die Zielgruppe war groß. Insgesamt ist jede fünfte Familie in Leipzig von Einkommensarmut betroffen. Staatliche Unterstützungsleistungen decken Mehrausgaben anlässlich der Einschulung nicht ab. Deshalb hat die Stiftung geholfen und will das gern auch im kommenden Jahr tun, wenngleich die Stifter sich erhoffen, dass der Hilfebedarf auch vom Staat erkannt und entsprechend gehandelt wird.
Die Stiftung wünscht allen Schulanfängern einen guten Schulstart.
veröffentlicht: Antje K. -- Dienstag, 02. September 2008; 11:14:40 Uhr