wuppertal (16.12.2011) die barmer gek begrüßt die entscheidung des gemeinsamen bundesausschusses von ärzten und krankenkassen (vom 15. dezember), den test auf schwangerschaftsdiabetes zur kassenleistung zu machen.
"bisher haben wir dieses screening unseren versicherten als extra angeboten, weil die frauen und ihre kinder davon unmittelbar profitieren", so dr. rolf-ulrich schlenker, stellvertretender vorstandsvorsitzender der barmer gek.
(ddp direct) dabei habe sich gezeigt, dass screeningteilnehmerinnen im vergleich zu nicht getesteten schwangeren und ihren neugeborenen bei der entbindung im krankenhaus weniger aufwendig behandelt werden mussten. "der test macht schneller auf sich anbahnende gesundheitliche probleme aufmerksam", betont schlenker.
die barmer gek hatte seit juni 2008 einen vertrag mit dem berufsverband der frauenärzte zur förderung der frühzeitigen diagnostik des gestationsdiabetes. in den jahren 2009 und 2010 hatten rund 34.000 frauen die reihenuntersuchung genutzt. bei rund zehn prozent von ihnen hatte der test einen schwangerschaftsdiabetes signalisiert. diese spezielle form des diabetes liegt vor, wenn der blutzucker während der schwangerschaft bestimmte werte übersteigt. dadurch erhöht sich etwa das risiko für seltene geburtskomplikationen.
veröffentlicht: Familienservice Familienfreund KG -- Montag, 19. Dezember 2011; 22:02:26 Uhr