ab 17.4. 2009 entscheiden nicht mehr wir, ob wir alle seiten im netz besuchen können sondern schon unser provider kann spezielle seiten sperren. das es sich hier um kinderschutz handelt,
und sozusagen vorbeugend die bösen seiten weggefiltert werden, verhehlt nicht die schwere des eingriffes. die fünf größten internetanbieter (nachfolgend genannt) unterzeichneten am 17. april den vertrag mit dem bka:
* deutsche telekom ag,
* vodafone deutschland und arcor ag,
* alice/hansenet telekommunikation gmbh,
* kabel deutschland gmbh und
* telefónica o2 germany gmbh & co. ohg
dabei liegt bei den providern lediglich die pflicht innerhalb der nächsten 6 monate die technischen voraussetzungen zur sperrung zu schaffen, während die liste mit den domains und namen - die sogenannte blacklist - vom bka kommt. und hier liegt auch die verantwortlichkeit für den inhalt der liste. die wirkung auf die masse ist aber gigantisch. 75% aller internetnutzer werden durch diese provider versorgt.
und, wenn man als nutzer eine seite aufruft, die auf der geheimen blacklist steht, kommt eine erläuternde s t o p p -seite, die den fehltritt erklärt. conträr steht natürlich die frage im raum: kann denn mein provider sehen, dass ich auf einer stopp-seite gelandet bin und ist er denn zur meldung verpflichtet? ein blick auf den entwurf der access-blocking-seite (Sie haben keine Berechtigung zum Herunterladen.) bringt trotz der ankündigung, dass keine daten gespeichert werden sollen, kaum ein besseres bauchgefühl. und man kann sich auch direkt ans bka wenden, wenn man einwände bezüglich der sperrung hat.
lesen sie bitte dazu auch den artikel: kabel deutschland überrascht
veröffentlicht: root -- Donnerstag, 30. April 2009; 17:23:12 Uhr