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wegeunfall mit alkohol Diesen Text vorlesen lassen

Alkohol

die meisten unfälle passieren im haushalt oder aber von der arbeit nach hause bzw. zur arbeit hin. wie auch im falle eines 30jährigen gießerei mitarbeiters, welcher auf dem weg nach hause tödlich mit seinem pkw verunglückte.

 

hintergrund:

der 30jährige gießerei-mitarbeiter verunglückte tödlich bei der fahrt nach hause mit seinem pkw. messungen der ergaben eine alkoholkonzentration von 2,2 promille und damit fahruntüchtig.

 

nur wie kam es zur alkoholfahrt?

die ehefrau des verstorbenen gab bei gericht an, dass es trotz eines strikten alkoholverbots im unternehmen, es regelmäßig zum verzehr von alkohol kam und dieser auch teilweise von den vorgesetzten organisiert wurde. immer wieder hatten die mitarbeiter teilweise auch mit den vorgesetzten während der arbeit getrunken.

 

das landgericht darmstadt (l 9 u 154/09) lehnte am 13.5.2011 dennoch die rentenforderung der ehefrau ab. der gesetzliche unfallschutz deckt den wegeunfall bei absoluter fahruntüchtigkeit nicht ab. den arbeitgeber trifft auch unter den geschilderten umständen keine schuld. er hat nach auffassung des gerichts seine fürsorgepflicht nicht verletzt.

 

ob arbeitnehmer während der arbeitszeit trinken, sei eine private entscheidung. schutzvorkerhungen des arbeitgebers seien ausreichend gewährleistet gewesen. es gab auf dem gelände nur alkoholfreie getränke und das alkoholverbot am arbeitsplatz sei ebenfalls ausreichend.

 

das gericht lies die revision zu, da offen ist, wie die entscheidung bezüglich einer alkoholabhängigkeit des beschäftigten ausgefallen ist.





veröffentlicht: root -- Donnerstag, 11. August 2011; 22:15:47 Uhr


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