schule, schulzeit, lernen, schulmodelle und bildung an sich stehen heute mehr denn je im mittelpunkt. konzepte gibt es viele, bildungspläne und entsprechende ausbildungsstandards sind teilweise schon gesetzlich verankert - ja in kita, schule und co. ist in den letzten 100 jahren viel passiert.
in den zeiten um 1911 dauerte eine schulstunde um die 60 minuten, zu ddr-zeiten errinnern wir uns an genau 45 minuten und in sächsischen schulen mit gantagsangebot lernt man in der regel im block aus 90 minuten.
aber was ist hier gut und was nicht?
die erkenntnisse der neurowissenschaft ergaben bisher, dass eine abfolge bzw. schneller wechsel von mehreren fächern hintereinander an einem tag für den bildungs- und lernprozess nicht gerade förderlich ist. so hat man eben das gefühl in jedes fach mal reingeschaut zu haben, trägt zig verschiedene hefte und bücher mit sich herum und muss womöglich auch noch für verschiedene fächer hausarbeiten erledigen bzw. lernen für eine benotung bzw. leistungsüberprüfung.
methodisches lernen, stoff vertiefung und mehr zeit sich in ein thema einzuarbeiten, bietet durchaus der 90 minuten block. projekte und werkstattarbeit lassen sich leichter unterbringen und längere pausen zwischen den einheiten bieten zeit für gespräche, bewegung und essen.
für lehrerInnen bringt die längere taktung mehr zeit sich auf die einzelnen schüler einzustellen. die argumente für und gegen eine längere unterrichtszeit sind vielfach und liegen im auge des betrachters.wichtig ist es in jedem fall das wohl des schülers und dessen rhythmus im auge zu behalten. argumente, wie "wir haben das schon immer so gemacht" zählen und wirken in der flexiblen und schnellebigen zeit wohl kaum.
und wie lange sollte deine unterrichtsstunde sein?
veröffentlicht: root -- Montag, 25. Januar 2010; 11:05:31 Uhr