und zwar in punkto kindertagesstätten. 5000 neue plätze bis 2012 soll es geben und damit der notstand an kitaplätzen behoben werden.
und das ist gut so, denn
2013 gibt es den rechtsanspruch auf einen kinderkrippenplatz ab dem 1. lebensjahr.für die dresdner kinder, die noch geboren werden ab jetzt bis in jahr 2013 brechen sonnige zeiten an. mit rund 43 millionen euro sollen dieses jahr 50 einrichtungen saniert, neu gebaut oder erweitert werden.
vereinbarkeit beruf und familie, wunsch- und wahlrecht, auswahl nach dem konzept oder/und für jeden ein wohnortnahes betreuungsangebot rücken in greifbare nähe. finanziert wird dies mit einem millionenschweren investitionsprogramm. dresdens sozialbürgermeister martin seidel (parteilos) äußerte am freitag, dass die stadt damit auf die seit jahren steigenden geburtenzahlen reagiert.
die einführung des elterngeldes bringt zusätzlich druck. viele elternpaare planen sorgfältig und wollen nach bedarf und schnell in den beruf zurückkehren. in dresden besucht knapp jedes zweite kind unter drei jahren eine kita. dresden ist wie leipzig ein oberzentrum, dem nach landesentwicklungsplan auch aufgaben für die umliegenden gemeinden und orte zufallen.
ähnlich wie in leipzig stehen auch in dresden viele eltern ohne platz da. derzeit sind es rund 500 kinder ohne krippenplatz. im vergangenen jahr fehlten rund 1000 krippen- und etwa 900 kita-plätze. mehr plätze benötigen auch mehr personal. und mehr personal zu finden, ist aufgrund des mangel an nachwuchs und dem großen fachlichen fortschritt im erzieherberuf nicht einfach umzusetzen.
und mehr plätze entlasten zwar die wartenden eltern aber nicht die eh schon ausgelasteten kitas. viele kitas arbeiten seit mehreren jahren mit der höchsten aus- und belastung. eine dauerhafte entlastung ist kaum in sicht. gibt es jedoch wieder mehr plätze als kinder wird auch die qualität wieder in den focus rücken.
veröffentlicht: root -- Sonntag, 21. Februar 2010; 00:24:09 Uhr