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familienkolumne: die rolle des lernbegleiters Diesen Text vorlesen lassen

lehrer

dem freilerner stehen alle wege offen, seine neugier zu befriedigen und seine ziele zu
erreichen. da die moderne gesellschaft außerordentlich viele möglichkeiten zu lernen
bietet, ist es für kinder unerlässlich, sich auf einen lernbegleiter verlassen zu können.

 

bei unschoolenden familien sind das meistens die eltern, seltener die großeltern bzw. die ganze familie abwechselnd.

 

"stückchenfragen" des lerners können die begleiter meistens schnell beantworten. schulisches denken abzuschalten ist dabei wichtig. die begleiter sollen nur die frage beantworten – nicht gleich eine „lektion“ daraus machen. da die begleiter nicht alles wissen können, lernen kinder – ohne es gesondert gelehrt zu bekommen – wie sie sich wissen erschließen können. die arten, wie lernbegleiter mit einer wissenslücke umgehen, dienen als vorbild für die kinder: im lexikon schauen, im internet suchen, ein buch bestellen, in die bibliothek fahren, einen experten befragen etc. bei komplexeren themen kann auch unterricht organisiert werden: in gegenden, wo unschooling erlaubt ist, entstehen durchaus große gemeinschaften, die sich gegenseitig und kostenlos mit fachwissen helfen und austauschen. so können auch lerngruppen zu bestimmten themen entstehen, sogar ein experte kann engagiert werden.

 

 

quelle: unerzogen magazin ausgabe 2/2008 - mit freundlicher unterstützung von sören kirschner und dem tologo verlag



Autor: root -- Samstag, 20. Februar 2010; 21:34:04 Uhr



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