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mütter bestimmen die schulbildung der kinder

Arbeit | Seil (c) Uwe-Jens Kahl / pixelio.de

Arbeit | Seil (c) Uwe-Jens Kahl / pixelio.de

das meinungsforschungsinstitut infratest hat im auftrag des los-verbundes eine repräsentative umfrage darüber durchgeführt, wer innerhalb einer familie letzten endes über die schulbildung der kinder entscheidet. mit der erhebung soll geklärt werden, wessen engagement in einer familie für die schulbildung des kindes besonders wichtig ist und damit zu würdigen sei.

demnach treffen mütter wichtige schulische entscheidungen fünfmal häufiger als väter. die entscheidungsgewalt liegt nur in jeder 15. familie in den händen des vaters. damit liegen sie sogar noch hinter den eigenen kinden. denn diese dürfen in jeder 8. familie selbst in schulischen angelegenheiten bestimmen. die rolle des vaters schätzen die beteiligten sehr unterschiedlich ein. sowohl männer und frauen geben an, die entscheidungen gemeinsam zu treffen. dabei überschätzen männer ihren einfluss deutlich. 12 % der befragten männer, aber nur 2 % der befragten frauen, gaben an, dass die schulische bildung des kindes maßgeblich eine angelegenheit des vaters sei.

unterschiede zwischen ost- und westfamilien

große unterschiede konnten auch zwischen ost- und westdeutschen familien nachgewiesen werden. so haben westdeutsche väter in 8 % der familien mit schulpflichtigen kindern in bildungsfragen das sagen. in den neuen bundesländern bestimmen nur 1 % über die schulbildung der kinder. bei einer befragung von kinderlosen deutschen ergab sich ein ganz anderes bild. 70 % der befragten gaben an, dass bei familien mit kindern wichtige schulische angelegenheiten die eltern immer im konsens entscheiden sollten. etwa 24 % würden die kinder mit in die entscheidung einbeziehen. knapp 15 % sind der meinung, dass die mutter das letzte wort haben sollte. dieses recht räumen nur 5 % der kinderlosen deutschen dem vater ein. auch hier wird dem kind mehr entscheidungsfreiheit zugedacht. 7 % der befragten würden die kinder entscheiden lassen.

warum bestimmen die mütter die schulbildung der kinder?

auf die frage, ob die schulische bildung massgeblich eine angelegenheit des vaters sei, antworteten 7 % der männer, aber nur 4 % der frauen, dass der vater das letzte wort haben sollte. warum entscheidet letztendlich in den meisten fällen die mutter, in welchen kindergarten oder auf welche schule der spross geht?

vielleicht ist eine mögliche ursache, dass immer noch mehr frauen als männer elternzeit in anspruch nehmen und so von anfang an engeren kontakt zu anderen eltern, zu den erziehern im kindergarten und später zu den lehrern in der schule pflegen. aber über kurz oder lang werden auch väter verstärkt in elternzeit gehen. und vielleicht sieht es ja schon in 10 jahren so aus, dass väter bei schulischen entscheidungen das letzte wort haben werden. und für die kinder wäre es ja sowieso am besten, wenn sich beide eltern einig sind. ab einem gewissen alter der kinder sollte man über die einführung eines familienrates nachdenken, wo alle mitglieder ihre meinung sagen und gemeinsam entscheiden herbeigeführt werden. wer entscheidet eigentlich bei ihnen? wieviel mitspracherecht haben ihre kinder?

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