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Ansprechpartner/innen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Broschüre Vereinbarkeit von Beruf und Familie (c) demografienetzwerk-frm.de

Vereinbarkeit von Beruf und Familie | Beispiele von Unternehmen (c) demografienetzwerk-frm.de

Dieser Beitrag ist Teil 14 von 21 der Serie Demografienetzwerk Frankfurt Rhein Main

Herr Robke, in der ING-DiBa gibt es feste Ansprechpartner/innen, für die „Vereinbarkeit von Beruf und Familie„. Was genau können wir uns darunter vorstellen?

Matthias Robke: Unsere Mitarbeiter/innen werden individuell beraten. Wird beispielsweise eine Mitarbeiterin schwanger, wird sie zum Beratungsgespräch eingeladen. Hier erhält sie alle Infos zu den ING-DiBa Möglichkeiten rund um die neue und kommende Lebenssituation.

Das hört sich nach einem Vier-Augen-Gespräch an.

Matthias Robke: Meistens findet ein VierAugen- Gespräch statt, doch sind auch die dazugehörigen Partner herzlich willkommen. In weiterführenden Gesprächen erhalten die werdenden Eltern Unterstützung bei der Suche nach einer passenden Kinderbetreuung. Zudem wird gemeinsam überlegt, wie ein gutes Kontakthalten während der Elternzeit und danach der Wiedereinstieg aussehen kann. Wichtig sind hier oft flexible Arbeitszeiten und passende Betreuungsmöglichkeiten.

Was war der Auslöser die Ansprechpartner für Beruf und Familie in der DiBa einzuführen?

Matthias Robke: Vor sechs Jahren wurden wir von „berufundfamilie“, einer Initiative der Hertie Stiftung, als ein familienbewusstes Unternehmen zertifiziert. In Rahmen des Audits wünschten sich unsere Beschäftigten besser über Beruf und Familie informiert zu werden. So haben wir unter anderem ein Infoportal im Intranet entwickelt und die Ansprechpartner/innen für Beruf und Familie ins Leben gerufen.

Auch Mitarbeiter/innen mit pflegebedürftigen Angehörigen müssen Beruf und Familie miteinander vereinbaren.

Matthias Robke: Diese Mitarbeiter/innen beraten wir ebenfalls. Wir stellen fest, dass es für das Thema Pflege eine größere Nachfrage gibt, als je zuvor. Oft sind Einzellösungen gefragt. Deswegen haben wir unser Angebot für unsere Mitarbeiter/innen um einen persönlichen Pflegecoach erweitert. Dieser erledigt aufwändige Behördengänge und steht unseren Beschäftigten mit seiner ganzen Fachexpertise sowie mit Rat und Tat zur Seite.

Auf einer Erfolgsskala von eins bis zehn. Wo stehen Sie mit Ihren Ansprechpartnern/innen für Beruf und Familie, wenn zehn die beste Bewertung wäre?

Matthias Robke: Auf der Acht würde ich sagen.

Was wäre zu tun, um zur Zehn zu gelangen?

Matthias Robke: Trotz einer guten Kommunikation kennen sicherlich noch nicht alle Mitarbeitenden unser hauseigenes Beratungsangebot. Zehn wäre für mich ein hoher Durchdringungsgrad. Also wenn jeder auf Anhieb weiß, dass er sich bei Bedarf an die Ansprechpartner/innen für Beruf und Familie wenden kann.

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in zehn Jahren?

Matthias Robke: In zehn Jahren werden wir Beruf und Familie noch besser miteinander vereinbaren und mit einer noch größeren Selbstverständlichkeit leben, als wir es heute schon tun. Es wird Vereinbarkeitsmodelle geben, die unseren Mitarbeitern/innen weiterhin gute berufliche Chancen bieten und gleichzeitig die betrieblichen Einschränkungen verringern. Denn eins steht fest: Wir können auf gar keinen Fall auf gut ausgebildete Mitarbeiter/innen verzichten.

Was möchten Sie uns mit auf den Weg geben?

Matthias Robke: Neben einer familienbewussten Personalpolitik in den Unternehmen brauchen wir eine öffentliche, gute und bezahlbare Betreuungsinfrastruktur direkt an den Wohnorten der Beschäftigten, die den Arbeitszeiten einer modernen Arbeitswelt gerecht wird und den Bedürfnissen der Beschäftigten mehr Spielraum gibt.

Autorin: Birgit Mogler, Auditorin berufundfamilie

ING-DiBa AG, Theodor-Heuss-Allee 106, 60486 Frankfurt am Main, www.ing-diba.de

Branche: Banken/Finanzdienstleistungen

Ansprechpartner

Matthias Robke, Bereichsleiter Personal, Telefon 069 50500105, m.robke@ing-diba.de

Belegschaft

– 2.871 Mitarbeiter/innen

– 56 Prozent Frauen und 44 Prozent Männer

– mindestens 734 Mitarbeiter/innen mit Kindern

– 37 Prozent Frauen in Führungspositionen

– 41 Männer in Elternzeit
Altersdurchschnitt: 38 Jahre

Über das Entstehen und die Idee dieses Beispieles

Die Wirtschaft in der Region FrankfurtRheinMain boomt, die Bevölkerung nimmt immer noch leicht zu, doch die Unternehmen stellen fest, dass sie die neuen Mitarbeiter, die sie benötigen, nicht bekommen.Um Unternehmen Anregungen zu geben, wie sie Beruf und Familie für ihre Mitarbeiter vereinbar gestalten können, hat das IHK-Forum Rhein-Main gemeinsam mit dem Arbeitskreis Beruf und Familie im Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain 25 Unternehmen in der Region FrankfurtRheinMain besucht, die interessante Maßnahmen in ihren Betrieben umsetzen.

In 25 Artikeln beschreiben die Interviewer/innen Maßnahme und Unternehmen. Fotos aus den Unternehmen ergänzen die Darstellung. Damit möchten die Industrie- und Handelskammern der Region und der Arbeitskreis Beruf und Familie im Demografienetzwerk FRM einen Beitrag dafür leisten, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie den Menschen und Unternehmen leichter gelingt. So könnte die Erwerbstätigenquote von Frauen erhöht, mehr Frauen in Führungspositionen gebracht und für Väter Familienzeit gewonnen werden – und nicht zuletzt den Unternehmen erleichtert werden, ihre Fachkräfte zu finden und zu binden.

* Hinweis: Es handelt sich bei der Wiedergabe des Beitrages um ein wörtliches Zitat. Lediglich zu Zwecken der Lesbarkeit wurden  Formatierungen vorgenommen. Die Rechte des Beitrages liegen weiterhin beim Autor bzw. dem Demografienetzwerk. Der vollständige Download der Broschüre ist auf deren Seite kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

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