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DJI beweisst, was wir bereits wussten: Ostdeutsche Paare arbeiten häufiger beide in Vollzeit

Deckblatt der Studie AID:A des Deutschen Jugendinstitut (DJI) (c) dji.de

Deckblatt der Studie AID:A des Deutschen Jugendinstitut (DJI) (c) dji.de

Entsprechend einer Studie des Deutschen Jugendinstitutes ist es kein Widerspruch, das ostdeutsche Eltern familienzentriert leben und gleichzeitig egalitär arbeiten. Unabhängig vom Alter der Kinder arbeiten beide, ostdeutsche Elternteile häufiger Vollzeit als westdeutsche. Sie empfinden dieses ausgewogene Erwerbsmodell nicht als besondere Belastung, sondern fühlen sich in ihrer Familie wohl und verbringen zudem mehr Freizeit als westdeutsche Eltern mit ihren Kindern.

Die Studie des DJI-Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten„, kurz AID:A, bringt weitere Fakten zum Vorschein. Leben im Haushalt keine Kinder, so unterscheiden sich die Erwerbsmuster nur gering. Bei weniger als zwei Dritteln der Paare sind beide Partner in gleichem Umfang erwerbstätig. In drei von 10 Beziehungen arbeitet der Mann Vollzeit und die Frau arbeitet Teilzeit. Das Alleinernährermodell ist nur noch bei jedem zehnten Paar anzutreffen.

Laut den Ergebnissen der AID:A bemühen sich Eltern in Ostdeutschland auch in den unterschiedlichen Phasen der Familienentwicklung, die bisher etablierte Ausgeglichenheit bei der Erwerbstätigkeit (Egalität = beide Teilzeit oder beide Vollzeit) beizubehalten. Bei westdeutschen Familie soll das traditionelle Erwerbsmodell (Alleinernährer = Frau nicht erwerbstätig, Mann Vollzeit) oder das semi-traditionelle (Mann Vollzeit, Frau Teilzeit) der Schlüssel zu einer Vereinbarkeit von Beruf und Familie sein. In Westdeutschland ist auch das ‚Zurück’fallen in alte Muster deutlich häufiger ausgeprägt. Nur noch 12 Prozent der Westdeutschen arbeiten egalitär, in Ostdeutschland verbleiben 45 Prozent bei dem zuvor vorherrschenden Erwerbsmodell. Zudem fällt auf, das mit 45 Prozent das semi-traditionelle Erwerbsmuster bei den westdeutschen Paaren mit Kindern dominiert. Etwas mehr als 25 Prozent kehren sogar zum Alleinernährer-Modell zurück.

Im nächsten Beitrag geht es auch um das (messbare) Gefühl an Freude durch Familie. Seien Sie gespannt. Und wenn Sie es nicht aushalten können, rufen Sie uns an. Rechts oben lacht Sie unsere Rufnummer an.

Aktuelle Infografik zur Vollzeit

In Deutschland arbeiten in so wenigen Familien zwei Familienteile in Vollzeit, wie in kaum einem anderen Land. Das zeigen Zahlen der OECD. Demnach ist dies in Deutschland nur in 16,5 Prozent der Fällen so. In Spanien hingegen ist der Anteil knapp doppelt so hoch. Ähnlich ist die Situation in Frankreich. Den höchsten Wert unterdessen ermittelte die OECD für Slowenien: Hier arbeiten in mehr als drei Viertel der Familien mit Kindern zwei Familienteile in Vollzeit. Die meisten der Daten wurden 2011 erhoben.

Infografik: Zwei in Vollzeit tätige Elternteile in Deutschland eher Ausnahme | Statista
Die Grafik zeigt den Anteil der Familien mit Kindern, in denen zwei Familienteile in Vollzeit berufstätig sind

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