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Lernkultur in deutschen Unternehmen ist mangelhaft

Lesebrille beim Studium auf dem Fachbuch (c) Hans / pixabay.de

Lesebrille beim Studium auf dem Fachbuch (c) Hans / pixabay.de

Wie sieht es in Ihrem Unternehmen mit der Lernkultur aus? Lernen Ihre Manager, Führungskräfte und Mitarbeiter freiwillig das, was sie im Arbeitsalltag anwenden und benötigen? Oder müssen Sie als Arbeitgeber dem ein oder anderen mit einem Vorschlag bzw. einer Anordnung zur Weiterbildung nachhelfen? In jedem Fall ist Lernkultur ein Ausdruck der Unternehmenskultur, d. h. man kann es mit seinen Mitarbeitern als besonderes Alleinstellungsmerkmal hervorheben.

Weiterbildung als Teil Ihrer Unternehmenskultur

In einer Umfrage unter 360 deutschen Managern gaben 67 % an, dass in ihrem Unternehmen dem Thema Lernen und Weiterbildung zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Insgesamt ein wenig zufriedenstellendes Ergebnis. Gute Noten entgegen erhalten die Vorgesetzten. Ca. 25 % erhalten ein „Rundum-sorglos-Paket“ und geben an, von ihren direkten Vorgesetzten sehr gut im Bezug auf Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt zu werden. 288 der befragten Manager fühlen sich von ihren Vorgesetzten bei der Fortbildung gut oder sogar sehr gut unterstützt. Allerdings müssen 58 % der Befragten selbst Initiative an den Tag legen. 201 Manager gaben an, dass sie ihre  Weiterbildung selbst planen und vorschlagen, dann aber gute Unterstützung seitens der Vorgesetzten bekommen.

Fördermöglichkeiten zu wenig bekannt

Das bestätigt auch die spärliche Nachfrage nach Bundesmitteln für Weiterbildung. Viele Fördermöglichkeiten für Weiterbildung sind in den Unternehmen zu wenig bekannt. Muss ein Mitarbeiter sich selbst um eine passende Weiterbildung kümmern und diese seinem Vorgesetzten präsentieren, sucht er nicht gleichzeitig nach passenden und vorhandenen Fördermöglichkeiten. Die Lernkultur im KMU ist zudem stark abhängig vom Vorbild des Unternehmers. Ob und wie MitarbeiterInnen Ihre Karriere planen, ist letztlich abhängig vom Zeitfaktor. Ist das Tagesgeschäft zu massiv und stehen die Mitarbeiter täglich unter Stress oder schieben Überstunden ist die Motivation zur berufsbegleitenden Weiterbildung eingeschränkt. Hier können Sie als Arbeitgeber unterstützen indem sie Ihre Mitarbeiter zumindest im Mitarbeitergespräch zu Ihren Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen informieren. Vielen sind Ihre Chancen nicht deutlich bewusst. Auch Maßnahmen für die bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben können Ihre Mitarbeiter motivieren, sich Weiterbildungen zu öffnen.

Keine Zeit für Weiterbildung

Das Haupthindernis und Totschlagargument für Weiterbildung ist in der Umfrage der Zeitfaktor. 38,6 % der Befragten meinen, sie haben „zu wenig Zeit“. Lediglich 26 % der Manager würden zugunsten der Weiterbildung Freizeit opfern und beispielsweise ein Wochenendseminar besuchen. Das sollten Sie als Arbeitgeber auf jeden Fall mit einem passenden Angebot, wie den Bildungsurlaub, unterstützen. Selbst Geld investieren würden nur 13 % der Befragten. Laut Daniel F. Pinnow, Geschäftsführer der Akademie für Führungskräfte wird lernen in Deutschland immer noch zu sehr als ‚Mängelbehebung‘ verstanden. Und wer gibt schon gern zu, Trainingsbedarf zu haben. „Es wird Zeit, dass Lernkompetenz als Schlüsselkompetenz guter Führungskräfte verstanden wird“ so Pinnow. Weiterbildungen in den Betrieben und mittelständischen Unternehmen soll keine Defizite der Mitarbeiter beheben sondern vor allem mehr Know-How für das Unternehmen bringen. Ein guter Grund für BewerberInnen bei Ihnen anzufangen, sind neben Arbeitgeberattraktivität, gutem Lohn, Unterstützung bei Work-Life-Balance auch die Möglichkeiten für Weiterbildung und Weiterentwicklung.

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