Facebook Zaehlpixel
0341-355408-12 info@familienfreund.de

Osterworkshops und Ferienspiele im Sommer

Broschüre Vereinbarkeit von Beruf und Familie (c) demografienetzwerk-frm.de

Vereinbarkeit von Beruf und Familie | Beispiele von Unternehmen (c) demografienetzwerk-frm.de

Dieser Beitrag ist Teil 11 von 22 der Serie Demografienetzwerk Frankfurt Rhein Main

„Man sieht sie, wenn sie über das Firmengelände laufen“, sagt Bärbel Arnemann, Leiterin Human Resources-Management der Industriepark Wolfgang GmbH (IPW GmbH) in Hanau. Anja Staubach, Ansprechpartnerin Beruf und Familie, ergänzt lachend: „Und man hört sie.“ In farbigen T-Shirts und mit bunten Kappen auf dem Kopf wandern die Kinder vom Bildungszentrum hinüber ins Betriebsrestaurant, wenn sie an einem der Osterworkshops der IPW GmbH und Evonik Industries teilnehmen und zwischen dem Versuch mit Rotkohlsaft als Indikator und dem Bauen von Stromkreisen in die Pause gehen.

Begleitet werden die 20 Kinder von Auszubildenden, die den Osterworkshop konzipiert haben und betreuen. Der Workshop vermittelt den Mitarbeiterkindern Wissen aus Technik und Naturwissenschaften. Sie experimentieren, lernen Laborregeln der Chemie, konstruieren in der technischen Ausbildungswerkstatt, besuchen die Werksfeuerwehr. Die Kinder seien begeistert und stolz zu sehen, wo ihre Eltern arbeiteten, sagt Anja Staubach.

Der Industriepark Wolfgang ist ein Hochtechnologiestandort, ein Forschungs- und Produktionszentrum für Materialtechnologie, Chemie und Pharma, in dem junge Unternehmen neben etablierten Firmen und internationalen Konzernen wie Evonik Industries, Umicore und Dentsply mit insgesamt gut 5.000 Beschäftigten wirken. Im Rahmen von Beruf und Familie bietet Evonik Industries über die Workshops in den Osterferien hinaus den Kindern während des Sommers Ferienspiele an. Die Kinder können zwischen Projekt- und Ausflugswochen wählen, die stets unter einem Motto stehen. Als „Ritter Artus“ verwandelten sie 2011 ein städtisches Sportgelände in eine Burg und lernten Lebensweise und Gepflogenheit des Mittelalters. Die von den Kindern und Jugendlichen entworfene Fahne hängt heute im Betriebsrestaurant. Um möglichst vielen Mitarbeiterkindern die Ferienspiele zu ermöglichen, bietet Evonik vier Wochen gegen Ende der hessischen und zu Beginn der bayerischen Schulferien an.

Die Resonanz auf beide Programme ist hervorragend. Den Nutzen haben sowohl das Unternehmen als auch die Eltern, die entspannter arbeiten können, weil sie die Kinder in den Ferien gut und interessant betreut wissen. Das Angebot ist eingebettet in eine Vielzahl weiterer, welche Evonik-Beschäftigte in Familien- oder Pflegesituationen entlasten.

Beruf und Familie ist ein zentrales Thema für Evonik. Bewerber/innen stellen immer wieder die Frage, wie das Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie der Beschäftigten fördere, sagt Standortleiter Dr. Gerhard Haubrich. Hinzu komme, dass Frauen verstärkt in Führungspositionen aufrückten. Sie seien häufiger als früher bereit, solche Position auch auszuüben. Diese Bereitschaft unterstütze das Unternehmen mit attraktiven Bedingungen. Angebote zu machen reiche aber nicht aus. Wichtig sei, dass die Führungskräfte ihren Mitarbeitern/ innen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie „top-down“ vorlebten. Haubrich räumt ein, dass konservative Führungskräfte erst einmal über ihren Schatten springen mussten. Doch wenn selbst der Chef oder die Chefin einmal einen Tag im Homeoffice verbringt, kann dies auch zum Modell für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden.

 

Autorin: Martina Winkelmann, Leiterin IHK-Forum Rhein-Main

Evonik Industries AG

Standort Hanau:

Industriepark Wolfgang GmbH, Rodenbacher Chaussee 4, 63457 Hanau (Wolfgang), www.evonik.de | www.ipw-rheinmain.de

Branche: Chemie

Ansprechpartner/in:

Dr. Gerhard Haubrich, Standortleiter, gerhard.haubrich@ipw-rheinmain.de

Bärbel Arnemann, Leiterin HR-Management Hanau, baerbel.arnemann@ipw-rheinmain.de

Anja Staubach, Ansprechpartnerin Beruf und Familie, Telefon 06181 593484, anja.staubach@ipw-rheinmain.de

 

Belegschaft

3.300 Mitarbeiter/innen am Standort Hanau

34 Prozent Frauen und 66 Prozent Männer

12 Prozent Frauen in Führungspositionen

19 Männer in Elternzeit

Altersdurchschnitt 41 Jahre

 

Über das Entstehen und die Idee dieses Beispieles

Die Wirtschaft in der Region FrankfurtRheinMain boomt, die Bevölkerung nimmt immer noch leicht zu, doch die Unternehmen stellen fest, dass sie die neuen Mitarbeiter, die sie benötigen, nicht bekommen.Um Unternehmen Anregungen zu geben, wie sie Beruf und Familie für ihre Mitarbeiter vereinbar gestalten können, hat das IHK-Forum Rhein-Main gemeinsam mit dem Arbeitskreis Beruf und Familie im Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain 25 Unternehmen in der Region FrankfurtRheinMain besucht, die interessante Maßnahmen in ihren Betrieben umsetzen.

In 25 Artikeln beschreiben die Interviewer/innen Maßnahme und Unternehmen. Fotos aus den Unternehmen ergänzen die Darstellung. Damit möchten die Industrie- und Handelskammern der Region und der Arbeitskreis Beruf und Familie im Demografienetzwerk FRM einen Beitrag dafür leisten, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie den Menschen und Unternehmen leichter gelingt. So könnte die Erwerbstätigenquote von Frauen erhöht, mehr Frauen in Führungspositionen gebracht und für Väter Familienzeit gewonnen werden – und nicht zuletzt den Unternehmen erleichtert werden, ihre Fachkräfte zu finden und zu binden.

* Hinweis: Es handelt sich bei der Wiedergabe des Beitrages um ein wörtliches Zitat. Lediglich zu Zwecken der Lesbarkeit wurden  Formatierungen vorgenommen. Die Rechte des Beitrages liegen weiterhin beim Autor bzw. dem Demografienetzwerk. Der vollständige Download der Broschüre ist auf deren Seite kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

Seriennavigation<< Internationales Austauschprogramm „Meet the Family“ | Beratung für Erwerbstätige mit Pflegesituation >>

Hat Ihnen der Beitrag geholfen? Behalten Sie ihn nicht für sich !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.