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Praxiswerkstatt: Sind Sie bereit für strategische Mitarbeitergewinnung?!

Praktische Beispiele für strategische Mitarbeitergewinnung in der Elbklause in Diera-Zehren (c) familienfreund.de

Praktische Beispiele für strategische Mitarbeitergewinnung in der Elbklause in Diera-Zehren (c) familienfreund.de

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Um erfolgreiche strategische Mitarbeitergewinnung ging es beim letzten und siebenten Workshop in der Elbklause in Diera-Zehren. Mit vielen praktischen Beispielen untersetzt, kamen die TeilnehmerInnen in großer Runde ins Gespräch. Es ging um die Verortung in der Region, um Wechselprämien, Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programme und die richtige Art seine Zielgruppe zu erreichen und seinen Wunschkandidaten zu gewinnen.

Für Mitarbeitergewinnung gibt es keine Standards!

Es gibt für strategische Mitarbeitergewinnung keine Standards sondern lediglich den Tipp, dass Sie sich in Ihrem Unternehmen am besten mit allen Mitarbeitern der Aufgabe stellen den neuen passenden Kollegen zu finden. Der ‚Neue‘ hat idealerweise alle fachlichen und sozialen Kompetenzen, die Sie für die Erfüllung der Aufgabe benötigen. Nun stellt sich natürlich immer die Frage: Was brauchen bzw. suchen Sie eigentlich für Ihr Unternehmen? Und wie erzeugen Sie Aufmerksamkeit für Ihr Unternehmen? Das alles lässt sich nicht in 3,5 Stunden umfassend beantworten – jedoch gab es viele praktische Beispiele, wie es andere geschickt oder weniger geschickt angegangen sind. Während viele UnternehmerInnen weiter auf Stellenanzeigen setzen, die online oder offline präsentiert werden, gibt es andere, die sich z. B. Unterstützung bei der Gewinnung in Form von Personalvermittlung ins Boot holen.

Dazu ein Lesehinweis von uns hier: https://www.sueddeutsche.de/karriere/personal-arbeitskultur-generation-y-1.4499894

Ob und wie viel Personal wird überhaupt benötigt?

Eine Analyse dazu gibt es natürlich sachsenweit schon. Laut dem statistischen Bundesamt gehen dem sächsischen Arbeitsmarkt bis 2025 über 200000 Fachkräfte verloren. D. h. jedoch nicht, dass alle Stellen, die durch Verrentung oder Vorruhestand frei werden auch wieder neu besetzt werden. Manche UnternehmerInnen suchen händeringend, andere eher mittel- oder langfristig. Spannend ist, dass manche lt. Aussage zweier TeilnehmerInnen Ihre einmal veröffentlichten Stellenanzeigen ewig stehen lassen, obwohl die Stelle schon längst besetzt ist oder aber gar nicht zu besetzen ist sondern nur das Interesse am Unternehmen weiter wecken soll. Die TeilnehmerInnen diskutierten die Frage, wie sich ein neu gewonnener Mitarbeiter in der Probezeit fühlt, wenn seine Stelle weiter als offen beworben wird. Die BewerberInnen empfinden das Stellen stehen lassen als nicht sehr wertschätzend, weil sie ja denken, dass sie der gefundene neue Mitarbeiter sind, der im Idealfall auch ständig für die gute Arbeit gelobt wird.

Selbständig, kreativ und…?

Und es wurde auch über das was in der Stellenanzeige stehen soll, heiß diskutiert. Am Ende muss es auf jeden Fall die Wahrheit sein, die in Ihrer Stellenanzeige die BewerberInnen lockt. Genau darauf kommt es eben an. Folgende Fragen sind nur einige, die darüber entscheiden können, ob es mit dem Bewerber klappt oder nicht:

  • Ist Karriere in Ihrem Unternehmen möglich?
  • Gibt es Aufstiegs- und Entwicklungschancen?
  • Wie schaut es aus, wenn sich jemand bei Ihnen bewirbt?
  • Wer geht ans Telefon, wenn der Bewerber anruft?
  • Wie lange dauert es bis der Bewerber eine Antwort bekommt?
  • Sind Lebenslauf und Zeugnis noch zeitgemäß oder kann sich der Bewerber auch bei Ihnen online bewerben?
  • Kann und darf Sie der Bewerber auch z. B. mit einer Videobewerbung überraschen?
  • Wann, wie und wo kommt es zum Kontakt mit den BewerberInnen?
  • Was passiert vom ersten Kontakt bis zum Ende der Probezeit?

Als Teil der funktionierenden Strategie für Ihre Fachkräftesicherung müssen Sie sich auf die veränderten Ansprüche und Wünsche der BewerberInnen einstellen. Wer wenig bis gar keine (brauchbaren) Bewerbungen für seine offenen Stellen erhält, muss nochmal in sich gehen und versuchen (wenn notwendig mit externer Hilfe) zu ergründen, warum die strategische Mitarbeitergewinnung nicht gelingt.

Dazu ein weiterer Lesehinweis von uns: https://ze.tt/was-ist-so-schlimm-an-der-arbeitsmoral-junger-leute/

Wer bietet mehr?

Ebenso wurde unter den TeilnehmerInnen die Zahlung von Gewinnungsprämien diskutiert. Hier stand das Abwerben von passenden Kandidaten im Vordergrund. Immerhin sind 70% aller MitarbeiterInnen in Ihrem derzeitigen Job wechselwillig und warten nur auf das richtige Angebot. Eine Wechselprämie von 2 Monatsgehältern bindet jedoch den potentiellen Kandidaten nur bedingt. Wer ’nur‘ wegen bisschen mehr Geld seinen Job wechselt, bleibt auch nicht lange treu – vor allem, wenn andere noch mehr bieten (können). In diesem Zusammenhang sind auch die Mitarbeiter empfehlen Mitarbeiter-Programme wieder auf den Tisch. Beispiele hierfür gibt es Querbeet online und offline jede Menge. Des öfteren erscheint die gezahlte Prämie bzw. die Belohnung recht niedrig, wenn man bedenkt, was es für Sie als Arbeitgeber bedeutet, wenn ein begeisterter Mitarbeiter Sie und sein Unternehmen weiterempfiehlt und auch noch jemanden erfolgreich mit zum Vertragsabschluss bringt. Und auch hier gab es tolle Ideen, wie z. B. ein zusätzlicher vergüteter Urlaubstag. Eine Erkenntnis aus dem Workshop:

Wer mit Geld wirbt, muss auch was bieten! Begriffe, wie überdurchschnittlich oder übertariflich müssen auch untersetzt werden!

Wie erreichen Sie Interesse bei ihrer Zielgruppe?

Bestimmte Personengruppen bevorzugen bestimmte Kanäle. Den Workshop gab es schon – sowohl in Bezug auf das Thema Personalmarketing als auch zur Unterstützung für strategische Mitarbeitergewinnung offline und online. Immer wieder dreht sich alles um die ideale Persona, die es zu gewinnen gilt. Wir hoffen, dass Sie für Ihr Unternehmen viele wertvolle Informationen mitnehmen konnten und, dass Ihnen die zunehmende Vertrautheit und Offenheit in der Runde gefallen hat. Eine bewegende Frage eines Teilnehmers lassen wir am Ende des letzten Workshops unbeantwortet im Raum stehen:

Was, wenn ich als Arbeitgeber zu wenig oder keine durchschlagenden Argumente habe und nicht (so) viel einzusetzen habe, wie die anderen es vermeintlich tun?

Wie im Landkreis Meißen haben auch andere Arbeitgeber vor allem im Osten Deutschlands zunehmend das Gefühl, dass sich alles hoch schaukelt. Wer bietet mehr Benefits, wer mehr Gehalt/Lohn und wo gibt es das größere Schlaraffenland um Beruf und Privatleben gut unter einen Hut zu bringen? Gern können Sie unter dem Beitrag Ihre Antworten zu diesen Fragen mitteilen.

Landessignet Land Sachsen (c) freistaat.sachsen.de

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

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