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Suizidrisiko und Bedingungen am Arbeitsplatz verknüpft

Bauarbeiter haben einen körperlich anstrengenden Beruf (c) piro4d / pixabay.de

Bauarbeiter haben einen körperlich anstrengenden Beruf (c) piro4d / pixabay.de

Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Klinikums rechts der Isar und Forscher aus der Arbeitsgruppe von Prof. Karl-Heinz Ladwig vom Helmholtz Zentrum München veröffentlichten vor einigen Tagen in der Fachzeitschrift Journal of Psychiatric Research ihre Befunde zur Forschung zu Suizidrisiko und ungünstigen Bedingungen am Arbeitsplatz.

Finden Arbeitnehmer ein hohes Ausmaß an Arbeitsbedingungen vor, die in den Tag-Wach-Rhythmus („chrono-biologisch“) eingreifen oder körperlich belastend sind, wie beispielsweise Überstunden, Wechselschichten, Akkordarbeit, Lärm oder Schadstoffe erhöht sich das Suizidrisiko um das fast dreifache. Dieser Anstieg ist unabhängig von bekannten Risikofaktoren für suizidale Handlungen. Dies gilt unabhängig von Geschlecht, Alter, Bildungsgrad, Familienstatus, Alkoholkonsum und von weiteren suizid-relevanten Risikofaktoren. Hierfür untersuchten Dr. Jens Baumert und Kollegen bei etwa 7.000 Teilnehmern der bevölkerungsbezogenen MONICA/KORA Kohortenstudie prospektiv den Zusammenhang von chrono-biologisch, körperlich und psychosozial belastenden Arbeitsbedingungen sowie beruflichem Stress mit dem Auftreten von Suiziden.

Verbesserungen im Arbeitsumfeld entfalten Wirkung

Die Befunde der Studie lassen den Schluss zu, dass Verbesserungen im Arbeitsumfeld gerade bei Arbeiten, die in den Tag-Nacht- bzw. chrono-biologischen Rhythmus eingreifen oder körperlich stark belastend sind, eine wertvolle Strategie im Hinblick auf die Vermeidung von suizidalen Handlungen von Arbeitnehmern darstellen könnten. Hintergrund für den gezeigten Zusammenhang könnte sein, dass eine Tätigkeit unter dauerhaft chrono-biologisch oder körperlich belastbaren Arbeitsbedingungen Gefühle von Hoffnungslosigkeit und Resignation bis hin zu „Sich aufgeben“ fördern können, was längerfristig mögliche suizidale Handlungen begünstigen könnten. Psychischer Stress am Arbeitsplatz hingegen weist keinen oder nur geringen Zusammenhang mit der Suizidhäufigkeit auf.

Die Work-Life-Balance im Auge behalten

Maßnahmen zur Verbesserung am Arbeitsplatz und auch zur Verbesserung an der Schnittstelle zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt es viele – allerdings profitieren längst nicht alle Beschäftigten in allen Branchen gleichermaßen. Oft und gerade betreffen solche Maßnahmen vor allem die Führungsebenen vom Abteilungsleiter bis hin zum Chef. Der Familienservice der familienfreund KG hat sich schon vor Gründung am 3.5.2006 Gedanken darüber gemacht, wie alle Ebenen und alle Mitarbeiter von familienfreundlichen Maßnahmen profitieren können. Die Lösung ist ein Preis für alle Mitarbeiter und ein Angebot für das ganze Unternehmen von der Eingangstür bis hoch zum Chefsessel. Als externer Ansprechpartner stehen wir ihrem Team 7 Tage die Woche für alle Fragen rund um Familie von 0 bis 99plus zur Verfügung.

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