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Unternehmer in Deutschland schlecht altersversichert

Rentenschnipsel (c) gerd altmann / pixelio.de

Rentenschnipsel (c) gerd altmann / pixelio.de

Viele Unternehmer bzw. Selbstständige sind in Deutschland im Gegensatz zum internationalen Vergleich schlecht altersversichert. Deutschland liegt bei der Altersversicherung von Selbstständigen zurück. Eine aktuelle Studie der deutschen Rentenversicherung schürt die Diskussion um die Einbeziehung von Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung wieder an.

Ihr Wohl oder doch nur Mittel zum Zweck

Als Unternehmer bzw. Selbstständiger ist die Vorsorge für die Rente oft ein Kraftakt. Private Rentenversicherungsverträge abzuschließen ist ratsam – jedoch nicht immer krisensicher. Wer freiwillig Beiträge zur gesetzlichen Kranken- bzw. Rentenversicherung zahlen möchte, muss sich damit abfinden, dass pauschal angenommen wird, dass Sie als Selbstständiger wenigstens 2500 Euro Einkommen haben. Einkommensschwankungen, wie sie viele Selbstständige haben, sind nicht abbildbar bzw. fallen bei der Festlegung der Beiträge nicht ins Gewicht. Immer wieder wird das Thema Sie als Solo-Selbstständigen gesetzlich Pflicht zu versichern von unterschiedlichen Seiten befeuert. Beliebt hier der Blick auf andere EU-Länder und der ach so fromme Wunsch, dass es Ihnen als Selbstständiger auch bei Rente und Krankheit besonders gut geht.

Viele Länder, viele Modelle

Demnach sind in vielen europäischen Staaten bei ähnlichem Sozialstaatskonzept in den vergangenen Jahrzehnten Selbstständige obligatorisch in die staatliche Altersversicherung aufgenommen worden. In der Studie heißt es, dass Deutschland in dieser Frage mittlerweile eine „Sonderstellung“ einnehme. Bisher sind in Deutschland nur bestimmte Gruppen von Selbstständigen, vor allem Handwerker und Künstler, in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen. Besonders positiv hebt die Studie Österreich hervor, wo die Rechtslage bis 1996 ähnlich wie in Deutschland war. Dann wurden zunächst „besonders sozial schutzbedürftige Selbstständige“ in die Rentenversicherung einbezogen. Aufgrund der darauf folgenden Abgrenzungsprobleme seien sehr schnell alle Selbstständigen (außer es greift schon eine andere Versicherungspflicht) pflichtversichert worden. Allerdings regelt Österreich die Beitragshöhe für Selbstständige anders als Deutschland.

Die Studie besagt weiter, dass in anderen vergleichbaren, vor allem südeuropäischen Staaten, Selbstständige seit JAhrzehnten  in die obligatorische Alterssicherung einbezogen werden. Dabei wird den betroffenen der Übergang in die staatliche Rentenversicherung oft durch ermäßigte Beitragszahlungen in den ersten Jahren erleichtert. Ein ähnliches Modell hatten der Präsident der deutschen Rentenversicherung Bund, Herbert Rische, sowie der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auch für Deutschland empfohlen.

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