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Beruf mit Perspektive – Altenpfleger

Altenpflege (c) geralt / pixabay.de

Altenpflege (c) geralt / pixabay.de

txn-p. Wie die Bundesregierung in ihrem Bericht zur „Ausbildungs-und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“ schon im Dezember 2012 mitteilte, werden bis zum Jahr 2030 circa 3,3 Millionen Menschen pflegebedürftig sein. Gleichzeitig fehlen dann 500.000 Pflegefachkräfte, die sich um die Belange der älteren Menschen kümmern. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Ausbildungszahlen zur Pflegefachkraft sind rückläufig und Pflegeberufe leiden allgemein unter schlechtem Ansehen. Dabei ist die Ausbildung zum Altenpfleger ein Beruf mit Zukunft.

„Verantwortungsbewusstsein, Kontaktbereitschaft und Einfühlungsvermögen sind wichtig. Wer gern im Team, körpernah und praktisch arbeitet, hat gute Aussichten auf einen Job mit Potenzial“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad Deutschland. Absolventen anderer medizinischer Berufe können dank der „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“ der Bundesregierung in kurzer Zeit umschulen.

Pflegeberufe müssen attraktiver werden

Die Deutschen werden im Durchschnitt immer älter. Ursachen sind eine höhere Lebenserwartung und sinkende Geburtenraten, die dazu führen, dass der Anteil älterer Menschen deutlich steigt. Dadurch erhöht sich natürlich auch die Zahl der Pflegefälle – und der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften.

Und hier sind die Defizite groß – denn vielfach muss bereits heute auf ausländische Pflegekräfte zurückgegriffen werden. Wie das Bundesministerium für Gesundheit plant, sollen neben einer Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive weitere Maßnahmen greifen, um Pflegeberufe attraktiver zu machen. Hierzu Petra Timm, Unternehmenssprecherin beim Personaldienstleister Randstad Deutschland: „Das beginnt bei der Steigerung des Ansehens von Pflegeberufen in der Gesellschaft. Junge Männer, die sich für soziale Berufe interessieren, müssen gezielt angesprochen werden. Ebenso wichtig ist es, dass Pflegekräfte sich über die oft belastenden Erlebnisse austauschen können. Die Einrichtung einer geeigneten Supervision ist daher wünschenswert.“ Und es geht darum, die Pflegetätigkeit von unnötiger Bürokratie zu entlasten. Denn die qualifizierten Pflegekräfte, die jeden Tag anspruchsvolle Tätigkeiten verrichten, sollten sich um Menschen und nicht um Büroarbeit kümmern. Daher ist geplant, Dokumentationspflichten und Bürokratie in der Pflege auf das notwendige Maß zur Sicherung einer guten Qualität zu begrenzen. Ziel ist, eine effiziente und effektive Dokumentation umzusetzen, damit die Pflegekräfte die frei werdende Zeit für die Pflege nutzen können.

Der Arbeitstag in der Altenpflege

Ob ambulant oder stationär im Schichtdienst – die Unterstützung durch Pflegekräfte ist für viele ältere Menschen die einzige Möglichkeit, ihren Alltag zu meistern. Denn die ausgebildeten Pflegekräfte sind Behandlungs- und Vertrauensperson zugleich. Im Seniorenheim folgen die Betreuer einem Tourplan, in dem festgelegt ist, welcher Bewohner wann aufsteht und wo er behandelt wird. Es geht darum, die Pflegebedürftigen bei der Körperhygiene zu unterstützen, Hilfe beim Essen und medizinische Betreuung gehören ebenso zu den Aufgaben in der Altenpflege. Und am Ende steht die gewissenhafte Büroarbeit, um die einzelnen Arbeitsschritte zu dokumentieren. „Aber natürlich sind auch Einfühlungsvermögen und soziale Kompetenz gefragt, denn Gespräche mit den Pflegebedürftigen und die Beratung der Angehörigen zählen ebenfalls zu den Aufgaben der Pfleger im Seniorenheim“, weiß Petra Timm, Unternehmenssprecherin beim Personaldienstleister Randstad Deutschland.

Der Beruf des Altenpflegers gewinnt durch die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung immer mehr an Bedeutung. Daher hat die Bundesagentur für Arbeit die Ausbildungsdauer für gute Altenpflege-Schüler von drei auf zwei Jahre verkürzt. Dadurch wird die Ausbildung attraktiver, gleichzeitig stehen die Altenpfleger/innen früher im Beruf.

Fachkräfte aus der EU als Lösung

Besonders in den Pflegeberufen zeigt sich der gravierende Personalmangel: So kommen laut Bundesagentur für Arbeit auf 100 gemeldete Stellen nur 35 examinierte Altenpflegefachkräfte. Die Pflegelücke wird nach den Berechnungen der Bundesregierung weiter wachsen. Schon 2030 sollen eine halbe Million Pflegekräfte fehlen. Dem Mangel versuchen öffentliche Träger und private Institutionen bereits heute vorzubeugen. So hat die Bundesagentur für Arbeit die Ausbildungsdauer für gute Altenpflegeschüler von drei auf zwei Jahre verkürzt. Dadurch soll der Zukunftsberuf für junge Menschen attraktiver werden. Aber auch Krankenhäuser reagieren auf den Fachkräftemangel: Das Bonner Universitätsklinikum hat in Zusammenarbeit mit dem Personaldienstleister Randstad zur Bekämpfung des Pflegemangels Fachkräfte aus Griechenland rekrutiert. „Hier lernen die Teilnehmer ein halbes Jahr lang die Besonderheiten der intensivmedizinischen Pflege kennen, besuchen Pflegeschulen und absolvieren spezielle Deutschkurse“, weiß Petra Timm, Unternehmenssprecherin vom Personaldienstleister Randstad Deutschland.

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