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Bewegungsmangel schon bei Säuglingen und Kleinkindern

Baby wird mit Flasche gefüttert (c) mrsbrown / pixabay.de

Baby wird mit Flasche gefüttert (c) mrsbrown / pixabay.de

Bewegungsmangel bei Kleinkindern ist trotz ihrer natürlichen Bewegungsfreude ein zunehmendes Problem. Wer sein Kind anschaut, wird das wohl kaum glauben. Sie hopsen, springen, toben, klettern, laufen, rennen und hüpfen eigentlich den ganzen Tag. Manche Babys und Kleinkinder sind echte Wirbelwinde und erkunden die Welt mit viel Bewegung. Andere lassen es ruhig angehen und brauchen mehr Zeit. Manche Kleinkinder robben und krabbeln, andere gehen gleich vom Sitzen in den Stand und laufen los. Die Kinder sind eben verschieden und trotzdem haben viele ähnlich gelagerte Probleme.

Wie kommt es zu Bewegungsmangel bei Kleinkindern?

Babys und Kleinkinder brauchen Reize aus der Umwelt, um sich bestens zu entwickeln. Dazu eignet sich nichts besser als das Spielen. Als Eltern können und dürfen Sie Ihr Kind so früh wie irgend möglich dazu auffordern und es mit geeigneten Mitteln stimulieren. So fühlen sich Säuglinge am wohlsten, wenn sie auf dem Rücken liegen dürfen. Am besten zur Stimulation ist eine Krabbeldecke geeignet. Diese muss dem Kind genügend Freiraum bieten, damit es mit den Armen rudern oder mit den Beinen strampeln kann. Viele Eltern greifen später auf Lauflernhilfen zurück. Diese sind eigentlich nicht nötig, um die Entwicklung zu unterstützen. Ihr Kind gibt das Tempo beim Laufen lernen vor. Es muss sich das Laufen lernen Schritt für Schritt selbst aneignen. Dazu gehört das Aufrichten über die Seite, mit den Händen abstützen, den Po nach oben schieben, die Balance halten und natürlich hinfallen können. Motorik und damit sich zu bewegen müssen Kinder lernen.

Die Folgen von zu wenig Bewegung sind drastisch

Selbst die kleinsten bewegen sich schon zu wenig. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, den kleinen optimale Bedingungen für die Ihre Entwicklung anzubieten. „Wir stellen immer wieder fest, dass Kinder sich bereits in den ersten beiden Lebensjahren zu wenig oder nicht richtig bewegen. Die späteren Folgen von Bewegungsmangel sind Übergewicht, Koordinationsstörungen und Aufmerksamkeitsdefizite.“ Davor warnt der Experte Prof. Hans-Michael Straßburg von der Uni-Kinderklinik Würzburg in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Eltern. Vor allem brauchen die Kinder Platz, um ihre Umwelt entdecken zu können. Also die Kinder ruhig mal im Zimmer rumrennen, Papier im Zimmer verteilen oder Schrankfächer ausräumen lassen. Nur so können sie genügend motorische Erfahrungen sammeln. Zweijährige gehören nicht mehr ständig in den Buggy. Sie brauchen regelmäßige Spaziergänge, während dem sie herum hopsen oder mal auf einer Mauer balancieren können. Dreijährige Kinder lieben es, mit anderen auf dem Spielplatz oder im Schwimmbad zu toben. Nur die Kinder, welche sich regelmäßig bewegen, gewöhnen sich an einen bewegten Alltag.

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