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Hirnfroschung: Was Hänschen nicht lernt, kann Hans immer noch lernen?

gehirn sceenshot (c) Rike / pixelio.de

gehirn sceenshot (c) Rike / pixelio.de

Laut Hirnforschung gibt es da Grenzen, denn Hans wird sich schwerer damit tun auf was zurückzugreifen, was er als Hänschen nicht gelernt hat. Zumindest bewiesen das die Neurobiologen des Max-Planck-Instituts. Wir vergessen einmal Gelerntes nie wieder! So ist diese Information für Sie sicher wichtig. Frühkindliche Bildung basiert auf den Forschungsergebnissen aus der Hirnfroschung und dem Wissen um die neuronale Entwicklung.

Im Gehirn geht nichts verloren

Theorie und Praxis liegen dabei dicht beieinander. Auch, wenn wir glauben, dass wir viele Sachen vergessen, sind diese nicht unwiederbringlich verschollen oder gar aus dem Gedächtnis gelöscht. Lediglich deaktiviert unser Gehirn nicht mehr benötigte Inhalte. Diese speichert es einfach „irgendwo“ ab. Gerade bei bestimmten Themen in Gesprächen mit anderen erleben wir immer wieder wundersame Erinnerungen. Ein Gefühl, dass wir das schon mal irgendwo gehört haben oder das Ergebnis schon kennen, macht sich breit. Manchmal mühelos und manchmal krampfhaft gelingt es uns sich zu erinnern.

Erfahrungen werden gespeichert

„Da eine einmal gemachte Erfahrung vielleicht später noch einmal gebraucht wird, scheint das Gehirn ein paar Nervenfortsätze sozusagen ‚auf Vorrat‘ zu behalten“, erklärt Mark Hübener vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie. Im Kindesalter verläuft die Gehirnentwicklung rasant. Gibt es keinen Verarbeitungsweg für eine anstehende Information wachsen von der einen Zelle feine Fortsätze auf ihre Nachbarzellen zu. Synapsen bilden sich und so kann der Informationsaustausch beginnen – neues wird gelernt. Je mehr Informationen aus der Umwelt auf uns eintreffen und verarbeitet werden müssen, um so mehr Synapsen bilden sich.

Vergessen als subjektive Empfindung

Nur, wenn der Kontakt sich wieder löst meint der Mensch, das Gelernte vergessen zu haben. Doch gerade bei Sachen, wie Fahrrad fahren oder Auto fahren merken wir, dass das nicht der Fall ist. wir verinnerlichen es und denken nicht mehr bewusst drüber nach sondern rufen das benötigte Wissen auf Knopfdruck aus dem Speicher ab. Das vergessen ist also eine subjektive Empfindung. Leider können wir unser Gehirn nicht ganz so steuern und bedienen, wie einen Computer. Praktisch wäre es, wenn wir uns einfach den Speicherplatz im Kopf merken könnten, wo wir einmal Gelerntes abgespeichert haben. Das klappt aber nicht wirklich. Gerade Kindheitserinnerungen sind oft nur anhand von Fotos abzurufen. Viele erinnern sich nur an das Foto bzw. das Geschehen oder Orte. Die Namen der Klassenkameraden und der Erzieherin hat man schnell wieder „vergessen“. Wichtig ist aber das Wissen um diese Vorgänge für das Wiederlernen von Sachen. Bestimmte Abläufe, wie z. B. das Gehen können wir so nach einem Unfall neu erlernen.

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