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Hessen: Bekenntnisorientierter (islamischer) Religionsunterricht kommt zum Schuljahr 2013/2014

Schulanfang mit Schultüte (c) annca / pixabay.de

Schulanfang mit Schultüte (c) annca / pixabay.de

Wie auch in Niedersachsen, gibt es in Hessen Veränderungen zum Start des neuen Schuljahres. Alternativ zum bisher bekannten Religionsunterricht wird es ab 2013/2014 noch den bekenntnisorientierten (islamischen) Religionsunterricht als Angebot für die SchülerInnen geben.

Kultusministerin Nicola Beer: „DİTİB Landesverband Hessen e.V. und Ahmadiyya MuslimJamaat in der Bundesrepublik Deutschland e.V. erfüllen die Voraussetzungen nach Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz und stehen somit als geeignete Kooperationspartner für die Einrichtung von bekenntnisorientiertem Religionsunterricht zur Verfügung.“ Im Antragsverfahren von DİTİB Hessen sei ein besonderes Augenmerk auf die Frage der Unabhängigkeit vom türkischen Staat gelegt worden.

Im Ergebnis sei sie in dem für den bekenntnisorientierten Religionsunterricht verfassungsrechtlich gebotenen Maße gewährleistet. „Der bekenntnisorientierte Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ist seinem Wesen nach eine staatliche Veranstaltung wie jedes andere Unterrichtsfach auch“, so Kultusministerin Nicola Beer. „Er wird als ordentliches Lehrfach in staatlicherVerantwortung, d.h. nach staatlichen Curricula, in deutscher Sprache und grundsätzlich durch staatliche Lehrkräfte erteilt. An staatlichen Schulen darf kein Religionsunterricht erteilt werden, der den Erziehungszielen des Staates und unserer Verfassung widerspricht. Die verfassungsmäßige Funktion der als Kooperationspartner mitwirkenden Religionsgemeinschaften besteht allein darin, auf die Übereinstimmung des Unterrichts, also der Unterrichtsinhalte und des Lehrpersonals, mit ihren bekenntnismäßigen Grundsätzen zuachten.“

So ist es ab 2013/14 in Hessen umgesetzt

Da es sich um ein völlig neues Fach in der hessischen Schullandschaft handele, werde der bekenntnisorientierte Religionsunterricht von Ahmadiyya und DİTİB Hessen „schulfachlich intensiv begleitet werden“. Das Fach startet im neuem Schuljahr für zunächst 29 erste Klassen mit mehr als 440 Schülern in Klasse 1. Der Unterricht wird dann sukzessive von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe ausgeweitet. Der Unterricht werde von Lehrkräftengehalten, die bereits im hessischen Staatsdienst stehen.

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