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Heimärzte im Pflegeheim als Vorschlag für bessere Versorgung

Arztbesuch | Aufklärungsgespräch (c) sparkie / pixelio.de

Arztbesuch | Aufklärungsgespräch (c) sparkie / pixelio.de

Pflegeheime sind in der Regel auf die Zusammenarbeit mit Ärzten angewiesen. Meist hat jeder Bewohner seinen eigenen Arzt, der Medikamente verordnet und behandelt. Übergeordnet werden die Bewohner oft in Krankenhäusern stationär betreut. Heimärzte in diesem Sinne gab es bisher nicht. Das wird sich nun ändern. Am Montag kündigte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt im „Tagesspiegel“ an, dass beabsichtigt sei, Heimärzte im Pflegeheim im Gesetz zu verankern. 

Heimärzte im Pflegeheim sollen nicht verpflichtend sein

Heimärzte im Pflegeheim sollen nicht verpflichtend sein sondern den Pflegeheimen die Möglichkeiten geben, freiwillig mit Ärzten zusammenzuarbeiten und diese zu beschäftigen. Heimärzte haben natürlich Vor- und Nachteile. Ein Arzt für alle Patienten trifft unter Umständen nicht die Vorstellung aller Bewohner. Die medizinische Versorgung weist in vielen Heimen große Defizite auf. Viele Krankenhauseinweisungen von Pflegeheimen würden nicht stattfinden, wenn das Pflegeheim über eigene ärztliche Versorgung verfügen würde. Pflegebedürftige werden oft nur deshalb in ein Krankenhaus eingewiesen, da der gerufene Notdienst den Patienten nicht richtig einschätzen kann. Für die Patienten und deren Angehörige ist dies ein unhaltbarer Zustand.

Bundesärztekammer begrüßt den Vorschlag

Grundsätzlich wurde die Idee von der Bundesärztekammer positiv aufgenommen. Allerdings bezweifelte diese,  dass die Einrichtungen genügend Geld für die Bezahlung eines Arztes hätten und dieser auch nicht Rund -um-die-Uhr zur Verfügung stehen könne. Schmidt schlug vor, dass in den Heimen beispielsweise drei oder vier niedergelassene Ärzte verantwortlich für die Patienten sein könnten. Die Mediziner könnten so außerdem ihren Beitrag zur Qualitätssicherung leisten. In Bayern werden diese Pläne bereits durch die AOK-Pflegenetze umgesetzt. Die Pflegenetze beruhen auf integrierten Versorgungsverträgen, die die Zusammenarbeit zwischen Kranken- bzw. Pflegekassen, Ärzten, Krankenhäusern und Pflegeheimen stärken.

Ein Pflegenetz für stationär Pflegebedürftige

Jedes Pflegenetz besteht aus cirka 25 Hausärzten, etwa zehn bis 15 Pflegeeinrichtungen und mindestens einem Krankenhaus, wobei die Ärzte die Koordination der erforderlichen Leistungen übernehmen. Besonders auch in Sprechstunden freien Zeiten ist so eine umfassende Präsenz von Hausärzten und eine verbesserte Kommunikation aller beteiligten im Pflegeheim gewährleistet. Ziel dieser Pflegenetze ist es unnötige Krankenhausaufenthalte zu verringern, Doppeluntersuchungen zu vermeiden und die Prophylaxe zu verbessern.

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