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Demografie im ländlichen Raum: 20 Häuser, ein kleiner Laden und dreimal am Tag ein Bus

hausbau (c) Rainer Sturm / pixelio.de

hausbau (c) Rainer Sturm / pixelio.de

Die Demografie im ländlichen Raum sagt dort in den kommenden Jahrzehnten rückläufige Einwohnerzahlen voraus. Das stellt sowohl die Kommunen als auch die BewohnerInnen vor erhebliche Herausforderungen. Viele Dörfer werden in den nächsten Jahren mit den Folgen des demografischen Wandels zu kämpfen haben. Dörfer im Speckgürtel einer Stadt werden es durch Umzüge von Familien in den ländlichen Raum deutlich leichter haben, zu bestehen. In anderen nicht so günstig gelegenen Orten werden sich Wege verlängern, weil die Infrastruktur  zurückgebaut werden muss.

Schwund von Menschen und Infrasturktur

Nicht nur der Schwund der jungen Menschen ist hier zu beklagen sein sondern vor allem, dass sich die Infrastruktur nach und nach zurückentwickelt. Wenige bis keine Einkaufsmöglichkeiten, Dörfer werden zusammengelegt oder und an an größere Gemeinden angeschlossen. Gebiets- und Verwaltungsreformen sind unumgänglich und damit verlängern sich die Wege für die Bewohner. Echte Dorfbewohner – getreu dem Motto:“Einen alten Baum verpflanzt man nicht“ – passen sich mehr recht als schlecht den schwindenden Angeboten an. Öffentliche Verkehrsmittel fahren seltener und unregelmäßiger, die Wege sind bedeutend weiter und generell muss vorausschauender geplant werden.

Leben im Dorf

Und trotzdem oder gerade deswegen finden viele das Leben in der dörflichen Gemeinschaft attraktiv. Gerade Dörfer rund um größere Städte und Gemeinden erleben als Nutznieser eines Oberzentrums so allerlei angenehmes. Die Städter zieht es zusehends auf das Land. Sie bauen Häuser und fahren dann jeden Tag den längeren Weg nach Hause. Eike Berger aus dem Seelitzer Ortsteil Kolkau ist im Kirchenbezirk Rochlitz für die Arbeit mit den Senioren zuständig. Seit 2 Jahren kümmert er sich und weiß bestens um die Risiken und Nebenwirkungen des demografischen Wandels in der Gemeinde. Älteren Menschen sind im ländlichen Raum von Vereinsamung bedroht. „Ob Konzert, Vortrag oder Ausfahrt – derartige Angebote für alte Leute sind Mangelware“, bringt es der einstige Diakon auf den Punkt. Würde es mehr Begegnungsstätten für die Senioren geben, könnten sich die alten Leute über ihre Probleme ausgiebig verständigen und besser selbst untereinander helfen“, sieht der Seelsorger dadurch „Wege zu mehr Gemeinschaft“.

Eine Frage der Wirtschaftlichkeit

Da aber die meisten Angebote von gemeinnützigen Trägern, Vereinen und Initiativen generiert werden, stellt sich gerade durch die Art der Finanzierung auch die Frage nach Wirtschaftlichkeit. Wo eine finanzierte Beratungs- oder Begegnungsstätte ihren Dienst tun soll, muss es auch genügend bzw., ausreichend Kundschaft geben. Auch sind viele Hilfeformen nicht aufsuchend sondern basieren darauf, dass die Kundschaft vorbeikommt. Neue Wege im ländlichen Raum zu finden, wäre ratsam und wünschenswert. Dorf ans Netz, Kompetenztausch gepaart mit Lebenserfahrung und gute Moblilitätskonzepte wirken hier Wunder wirken.

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Gerade, wenn Sie mit Senioren arbeiten, wissen Sie um die Wünsche und Erfahrungen sowie die Ängste. Solange wie möglich selbstständig und zu Hause bleiben – ja daran gilt es zu denken und zu arbeiten. Und auch über die finanzielle Ausstattung sollte man noch einmal nachdenken. Die Altersarmut steigt, Karrieren und Aufstiege sind längst nicht mehr durchgehend und dauerhaft. Die Arbeitslosenquote ist im Dorf bedeutend höher als in der Stadt. Sie sind neugierig geworden? Sie wollen mit uns Ideen und Konzepte austauschen? Wir bieten Ihnen an dieser Stelle die Möglichkeit an sich mit uns zu treffen und Ideen zu spinnen. Sie haben Projekte in der Schublade, noch Fragen offen oder benötigen Netzwerk und starke Partner? Dann mailen Sie uns .

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