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Schwangerschaftsabbruch als mögliche Ursache für eine Frühgeburt

Vitalfunktionen des Frühchen werden gemessen (c) SeppH / pixabay.de

Vitalfunktionen des Frühchen werden gemessen (c) SeppH / pixabay.de

Wenn Sie schonmal einen Schwangerschaftsabbruch vorgenommen haben, sollten Sie bei einer weiteren Schwangerschaft Augenmerk auf den Verlauf haben. Mit einem Schwangerschaftsabbruch steigt das Risiko bei Folgeschwangerschaften zu früh zu entbinden. 

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch hatten, ein deutlich höheres Risiko für eine spätere Frühgeburt haben. Und mit jeder weiteren Abtreibung steigt diese Gefahr stetig an. Wissenschaftler der Universitäten Greifswald, Rostock und der TU-München haben in einer gemeinsamen Studie die Auswirkungen von Abtreibungen, Fehl- und Totgeburten auf den späteren Schwangerschaftsverlauf untersucht. Sie griffen dabei auf Daten einer bundesweiten Perinatalerhebung zurück, welche zwischen 1995 und 2000 durchgeführt wurde und rund eine Million Erstgeburten von Müttern enthielt.

Mit der Abtreibung steigt das Risiko für ein Frühchen

In der Studie waren 52000 Mütter betroffen, die vor ihrem ersten Kind bereits eine oder mehrere Schwangerschaften abbrechen ließen. 117000 hatten zuvor eine Fehlgeburt und 3000 hatten eine Totgeburt. Ohne eine derartige Vorgschichte waren 800000 Frauen schwanger geworden. Die Auswertung der Daten ergab, dass bei unvorbelasteten Frauen das Risiko einer Frühgeburt bei 7,6 % lag. Hatte die Frau zuvor eine Abtreibung erhöhte sich die Gefahr, dass die Frau ein Frühchen zur Welt brachte auf 8,7 %. bei weiteren Abtreibungen stieg der Prozentsatz sogar auf 10,1 %. noch mehr waren Frauen gefährdet, welche bereits eine Fehlgeburt erlitten hatten. Hier lag das Risiko einer Frühgeburt bei 14,1 %. Wenn Sie schon mal eine Totgeburt hatten, wurde die Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt mit 18,3 % am höchsten bewertet.

Gleich als Risikoschwangere einstufen lassen

Bei den Untersuchungen konnten die Wissenschaftler allerdings keinen Einfluss der besagten Faktoren darauf feststellen, wenn das Baby zwar voll ausgetragen wurde, aber dennoch zu klein geboren wurde. Die Wissenschaftler empfehlen schwangere Frauen mit einer derartigen Vorgeschichte von Anfang an als Risikoschwangere einzustufen. Denn sie vermuten, dass ein Schwangerschaftsabbruch oder eine Ausschabung den Gebärmutterhals und die Gebärmutterschleimhaut beschädigt. In Deutschland nimmt die Zahl der zu früh geborenen Kinder jährlich zu. Im Jahr 2006 wurden 9 % der Babys zu früh geboren und somit weit mehr als im untersuchten Zeitraum. Mediziner sehen das zunehmende Alter der werdenden Mütter und die steigende Anzahl der künstlichen Befruchtungen als mögliche Ursache.

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