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Bluthochdruck senken

Bluthochdruck (c) geralt / pixabay.de

Bluthochdruck (c) geralt / pixabay.de

Rund 15,7 Millionen der Erwachsenen in Deutschland haben einen zu hohen Blutdruck, die meisten ohne es zu wissen (1). Zwar sind oft keine Schmerzen vorhanden. Schwindelgefühle oder Kopfschmerzen können jedoch erste Anzeichen für einen erhöhten Blutdruck sein. Unbehandelt schädigt der hohe Druck wichtige Organe wie das Herz, die Herzkranzgefäße, das Gehirn, die Nieren und die Blutgefäße. Die Folge sind lebensgefährliche Krankheiten wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall. „Unterstützend zur ärztlichen Behandlung kann jeder selbst dazu beitragen, den Blutdruck zu senken“, erklärt Dr. Elke Arms. Denn oftmals hilft es, überflüssige Pfunde zu verlieren, sich mehr zu bewegen und Stress abzubauen. „Auch eine salzreduzierte und bewusste Ernährung und der Verzicht auf Alkohol können helfen“, so die Ernährungswissenschaftlerin des Nestlé Ernährungsstudios.

Ab wann ist der Blutdruck zu hoch?

Unter welchem Druck das Blut „steht“, wird durch zwei Zahlen ausgedrückt – durch den „systolischen“ und den „diastolischen“ Wert. Der systolische Druck liegt immer höher als der diastolische. Der systolische Wert entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht und das Blut in die Arterien drückt. Der diastolische Druck stellt sich ein, wenn sich das Herz entspannt und sich die Herzkammern wieder mit Blut füllen. Als ideal gilt ein Blutdruckwert von 120 zu 80 mm Hg.

Von einem erhöhten Blutdruck oder einer Hypertonie spricht der Arzt, wenn er bei mehreren Blutdruckmessungen Werte über 140 zu 90 mm Hg gemessen hat. Eine einmalige Messung ist nicht aussagekräftig, denn Schwankungen des Blutdrucks innerhalb eines Tages sind ganz normal. Auch Nervosität aufgrund der Untersuchung beim Arzt erhöht beispielsweise den Blutdruck vorübergehend. Diagnostiziert wird ein Bluthochdruck daher erst, wenn die Werte bei mehreren Messungen und an verschiedenen Tagen von der Norm abweichen. Normalerweise wird eine 24-Stunden-Blutdruckmessung zur Diagnose eines Bluthochdrucks durchgeführt.

Ursache häufig unbekannt

Bei 80 bis 90 Prozent der Patienten ist die Ursache für den Bluthochdruck noch weitgehend unbekannt. Allerdings begünstigen verschiedene Faktoren die Entstehung: Neben einer genetischen Veranlagung sind es zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung, übergewicht und Stress. Bei den 10 bis 20 Prozent steckt eine andere Grunderkrankung wie Nieren- oder Herzleiden dahinter, die gezielt behandelt werden muss. „Je nach Höhe des Blutdrucks und Krankengeschichte des Patienten kann als erster Schritt der Therapie bereits ausreichen, die Ernährungsweise umzustellen, vielleicht etwas abzunehmen, sich mehr zu bewegen und zu lernen, mit Stress besser umzugehen“, erklärt Dr. Elke Arms. Verordnet der Arzt blutdrucksenkende Medikamente, kann deren Wirkung durch einen gesunden Lebensstil verstärkt werden.

Selbst aktiv werden

Sich ausgewogen zu ernähren hilft, den hohen Blutdruck positiv zu beeinflussen. Folgende Empfehlungen sind allgemein gültig und wirken auch vorbeugend:

  • Übergewicht reduzieren
  • Kochsalzzufuhr auf maximal 6 g täglich beschränken, das heißt kochsalzreiche Lebensmittel wie Konserven, Salzgebäck, gepökelte sowie geräucherte Fleisch- und Fischerzeugnisse meiden und Speisen alternativ mit Kräutern oder Gewürzen abschmecken
  • Ausgewogen ernähren mit wenig, aber hochwertigem Fett wie Raps- und Olivenöl, außerdem reichlich Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und pro Woche zwei Seefischmahlzeiten mit Makrele, Hering oder Lachs. Seefisch liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die dazu beitragen, eine normale Herzfunktion aufrechtzuerhalten.
  • Alkoholkonsum reduzieren: Für Männer wird empfohlen, nicht mehr als 20 g pro Tag und für Frauen nicht mehr als 10 g reinen Alkohol pro Tag zu konsumieren. Zum Vergleich: Ein Glas Weißwein (0,2 l) enthält rund 12 g Alkohol, ein Glas Schnaps etwa 6 g. Prinzipiell gilt Alkohol nicht jeden Tag, sondern maximal drei- bis viermal pro Woche zu trinken.
  • Regelmäßig körperlich bewegen: Empfehlenswert sind Ausdauersportarten wie Walken, Joggen, Schwimmen, Skilanglauf oder Radfahren im normalen Tempo.
  • Zeit zum Entspannen einplanen: Techniken wie Autogenes Training oder Yoga können helfen, Stress abzubauen.
  • Nichtraucher werden, denn Bluthochdruck und Rauchen steigen das Risiko für einen Herzinfarkt.

Weitere Informationen und Serviceangebote zum Thema Ernährung unter http://ernaehrungsstudio.nestle.de

Quelle

(1) Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.: Evidenzbasierte Leitlinie „Fettkonsum und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“, 2006, http://www.dge.de/pdf/ws/ll-fett/DGE-Leitlinie-Fett-11-2006.pdf

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