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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Krebsvorstufen frühzeitig aufspüren

Mitarbeiterunterstützung ist lebensphasenorientiert - nicht nur am Telefon (c) Patrice_Audet / pixabay.de

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Jährlich erkranken 240.000 Deutsche an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) wie etwa Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn. Für diese Patienten ist die regelmäßige Darmkrebsvorsorge besonders wichtig. Denn mit wachsender Erkrankungsdauer steigt auch das Risiko für Krebsgeschwüre im Darm. Eine gründliche Reinigung des Organs vor einer Darmspiegelung stellt die Qualität der Untersuchung sicher.

Zusätzliche Flüssigkeitszufuhr ist wichtig

(djd/pt).  Nur in einem blitzblanken Organ kann der Arzt bei der Darmspiegelung auch kleine Krebsvorstufen erkennen und entfernen. Eine gründliche Darmreinigung im Vorfeld der Untersuchung ist mit modernen 2-Liter-PEG-Lösungen (Polyethyenglykol mit Ascorbinsäure und Natriumascorbat) schonend möglich. Der Patient trinkt am Abend und am Morgen vorher je einen Liter der PEG-Lösung und mindestens einen halben Liter klare Flüssigkeit, wie Mineralwasser oder hellen Tee. Die zusätzliche Flüssigkeitszufuhr und die in der Lösung enthaltenen Elektrolyte stellen sicher, dass der Wasserhaushalt ausgeglichen bleibt – der Körper wird nicht belastet. Die Präparate sind in verschiedenen fruchtigen Geschmacksrichtungen erhältlich (zum Beispiel Moviprep Zitrone oder Orange, Infos gibt es unter www.moviprep.de). Insbesondere CED-Patienten, die häufiger eine Darmspiegelung vornehmen lassen, können somit auch einmal die Geschmacksrichtungen wechseln.

Darmkrebsrisiko steigt mit Erkrankungsdauer

Das Risiko einer Polypenbildung im Darm variiert je nach chronisch-entzündlicher Darmerkrankung. Aktuelle Studien zeigen, dass die Dauer der Erkrankung ebenfalls eine wichtige Komponente ist: Patienten mit Colitis ulcerosa haben nach 20 Jahren Erkrankungsdauer ein um 2,5 Prozent erhöhtes Darmkrebsrisiko, nach 40 Jahren sogar ein um 10,8 Prozent erhöhtes Risiko. Die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken, ist für Patienten mit Morbus Crohn im Vergleich zu gesunden Menschen rund drei- bis siebenfach erhöht. Entscheidend ist auch die Region der Erkrankung im Körper: Patienten, bei denen lediglich der Mastdarm betroffen ist, sind am wenigsten gefährdet.

Hohe Vorsorgefrequenz bei jungen CED-Patienten empfohlen

Die ersten Anzeichen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) können bereits bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auftreten. Da ein junges Alter bei Erkrankungsbeginn das Risiko für die Polypenbildung erhöht, sollte eine Vorsorge frühzeitig zum Einsatz kommen. Bei Patienten mit Colitis ulcerosa sollten ab dem achten Erkrankungsjahr Darmspiegelungen zur Kontrolle in zweijährlichen Abständen stattfinden. Patienten mit Morbus Crohn wird ebenfalls ein Beginn der Überwachung ab dem achten Erkrankungsjahr empfohlen.

Ihre Fragen an Dr. Tanja Kühbacher zum Thema CED-Darmerkrankungen

(djd/pt) Mit Dr. Tanja Kühbacher führten wir zum Thema „CED-Darmerkrankungen“ ein Experteninterview nach unserem Expertentelefon am 20.10.2011. Sie ist Oberärztin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für Innere Medizin in Kiel. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Entzündungsmedizin und CED-Ambulanz.

Was steckt hinter Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen?

  1. Die Ursachen von Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn sind noch nicht endgültig erforscht. Wie ist der aktuelle Stand? PD Dr. Kühbacher: Es handelt sich bei den CED um Erkrankungen mit einem genetischen Hintergrund mit der Folge einer gestörten Darmbarriere. Dabei wird die normale Besiedlung mit neutralen und gesundheitsfördernden Bakterien im Darm verändert und entzündungsfördernde Botenstoffe werden verstärkt ausgeschüttet. Man spricht auch von so genannten multifaktoriellen Erkrankungen, bei denen neben erblichen Faktoren auch äußere Einflüsse eine Rolle spielen.
  2. In den letzten Jahren hat sich die CED-Therapie stark weiterentwickelt. Welche neuen Behandlungsmöglichkeiten gibt es? PD Dr. Kühbacher: Insbesondere Biologika sind bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa in den letzten Jahren als neue Therapiestrategien hinzugekommen. Es handelt sich dabei um TNF-Alpha-Blocker, wie beispielsweise Infliximab, die bei Erwachsenen intravenös (über die Vene) oder Subcutan (unter die Haut) verabreicht werden.
  3. Trotz bekannter Nebenwirkungen wird immer noch Kortison verordnet – warum? PD Dr. Kühbacher: Ärzte, die nicht auf CED spezialisiert sind, kennen sich häufig mit den neuen Behandlungsstrategien nicht ausreichend aus. Des weiteren bestehen bei den Betroffenen häufig Ängste bezüglich neuer Behandlungsmethoden, die sich durch eine gute Aufklärung aber beheben lassen.
  4. Von Biologika versprechen sich einige Patienten viel. Für wen sind die modernen Medikamente geeignet und was können sie leisten? PD Dr. Kühbacher: Biologika sind geeignet für Patienten mit Komplikationen und einem chronisch-aktiven Krankheitsverlauf. Man setzt sie aber auch als so genannte Top-Down-Therapie ein, das heißt rechtzeitig, bevor es zu Komplikationen kommt. So zum Beispiel bei jungen Patienten mit ausgeprägtem Krankheitsbefall bei der Erstdiagnose oder beim Vorliegen von Fisteln. Hier sollte zügig mit einer solchen Therapie begonnen werden, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

    Operation oder nicht?

  5. Wann wird eine Operation erforderlich und sind die Patienten danach beschwerdefrei? Pd Dr. Kühbacher: Kommt es bei Morbus Crohn zu Komplikationen wie Abszessen, Fisteln zur Blase oder Stenosen (narbigen Verengungen), sind Operationen notwendig. Bei Colitis Ulcerosa kann es bei Komplikationen notwendig sein, den kompletten Dickdarm (Kolektomie) zu entfernen – etwa bei einem toxischen Megacolon, also einem Schub, der medikamentös nicht behoben werden kann und das Leben gefährdet. Eine Operation ist auch notwendig, wenn Krebsvorstufen (Dysplasien) in der fein-geweblichen (histologischen) Untersuchung vorliegen. Bei der Colitis Ulcerosa sind die Patienten nach der Operation in der Regel beschwerdefrei. Das ist bei Morbus Crohn leider seltener der Fall. Hier muss eine gute medikamentöse Therapie erfolgen, um erneute Komplikationen zu verhindern.
  6. Für Kinder ist die Diagnose CED besonders gravierend – Wie können Ärzte, Therapeuten und Eltern die kleinen Patienten unterstützen? Pd Dr. Kühbacher: Wichtig ist eine dem Alter angepasste, gleichberechtigte Einbeziehung der kleinen Patienten in alle Vorgänge, denn Kinder verstehen sehr viel mehr, als Erwachsene ahnen. Dies hilft Ängste zu minimieren und verbessert die Akzeptanz der Behandlung. Eine enge Zusammenarbeit von CED-Spezialisten, Kinderarzt, Psychologen, Krankengymnasten, Eltern und dem kleinen Patienten ist daher wünschenswert.

    CED im Alltag

  7. Gibt es Tipps, die CED-Patienten den Alltag erleichtern können? Pd Dr. Kühbacher: Wichtig ist eine gute ärztliche Betreuung mit einer ausreichenden medikamentösen Therapie. Zudem sollten sich betroffene nicht scheuen, Hilfsangebote von Selbsthilfegruppen oder auch psychologische Betreuung in Anspruch zu nehmen. Auf der Internetseite der deutschen Morbus Crohn/Colitis Ulcerosa Vereinigung DCCV e. V. können Sie sich auch per E-mail oder Chat beraten lassen (www.dccv.de). Auch die Internetseite die-zukunft-beginnt-jetzt.info bietet hilfreiche Informationen. ebenfalls hilfreich ist die Homepage der Stiftung Darmerkrankungen (www.stiftung-darmerkrankungen.de), die jedes Jahr Ausbildungsstipendien für Betroffene vergibt.
  8. Früher hieß es oft, CED sind rein psychosomatische Erkrankungen. Welchen Zusammenhang zwischen Psyche und den chronischen Darmentzündungen gibt es? Pd Dr. Kühbacher: CED sind keine psychosomatischen Erkrankungen, allerdings handelt es sich dabei, wie der Name schon sagt, um chronische Erkrankungen. Die Betroffenen werden in allen Lebensbereichen wie Berufsplanung, Partnerfindung und Familienplanung durch die Erkrankungen beeinflusst und dies leider häufig bereits in einem frühen Lebensalter. Generell gilt, dass eine Stressfreie, ausgeglichene Umwelt mit Akzeptanz der Erkrankung den Verlauf günstig beeinflussen kann.
  9. Welche Bedeutung kommt einem gezielten Stressmanagement bei der Behandlung von CED-Patienten zu? Pd Dr. Kühbacher: Ein gutes Stressmanagement ist ebenso wie eine psychologische Betreuung sehr wichtig und für den Krankheitsverlauf von Vorteil. Allerdings wird Stress heutzutage längst nicht mehr als Krankheitsursache angesehen. Er kann lediglich eine Rolle beim Wiederaufflackern der Krankheit spielen. Eine Möglichkeit der Stressregulation kann sein, sich in Selbsthilfegruppen auszutauschen, Entspannungstechniken zu erlernen und die Krankheit zu akzeptieren.
  10. Sport kann bei vielen Erkrankungen hilfreich sein – auch bei CED? Pd Dr. Kühbacher: Sport ist bei CED, wie bei allen chronischen Erkrankungen, äußerst hilfreich. Studien konnten zeigen, dass eine CED günstig durch regelmäßige, an die Erkrankungen angepasste Sporteinheiten beeinflusst werden kann. Wenn Sport und Bewegung Freude bereiten und nicht ihrerseits in Stress ausarten, sind fast alle Sportarten möglich. Allerdings sollte das Training stets maßvoll sein und sich an den individuellen Leistungsgrenzen des einzelnen Patienten orientieren.

Die wichtigsten Fragen an unsere Experten am Thementelefon Darmerkrankungen

(djd/pt) Die wichtigsten Fragen aus dem Expertentelefon zu Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen am 25.10.2011 haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Fragen zu Colitis Ulcerosa

  1. Mir macht in letzter Zeit ein blutiger Durchfall sorgen. Kann das Morbus Crohn sein? Prof. Dr. Andreas Raedler, Chefarzt des Asklepios Westklinikums Hamburg, Abteilung für innere Medizin, Gastroenterologie: Es handelt sich hier eher um eine Colitis Ulcerosa als um Morbus Crohn. Denn gerade häufige und blutige Durchfälle gelten als das wesentliche Symptom dieser chronischen Dickdarmentzündung. Bei Morbus Crohn sind blutige Durchfälle eher selten. Es muss auf alle Fälle eine Darmspiegelung durchgeführt werden, damit man eine Diagnose stellen kann.
  2. Gibt es Lebensmittel, die man bei Colitis Ulcerosa meiden sollte? Pd Dr. Thomas Ochsenkühn, Leiter der Ced Ambulanz und Privatdozent an der medizinischen Klinik II des Klinikums Großhadern der Universität München: Die medizinische Wissenschaft konnte bisher weder bei Morbus Cohn noch bei der Colitis Ulcerosa bestimmte Nahrungsmittel identifizieren, die schädlich oder nützlich sind. Neben einer optimalen Therapie, die zur Abheilung und Gesundung der entzündeten Darmanteile führt, ist eine gesunde Nahrung empfohlen, die der Patient verträgt. Im akuten Schub kann eine Schonkost hilfreich sein.
  3. Meine Tochter war sehr sportlich, bis eine Colitis Ulcerosa festgestellt wurde. Muss Sie denn nun auf sport verzichten? Dr. Howaldt: Das muss ihre Tochter nicht. Es gibt keine Untersuchungen, die gezeigt haben, dass sich Sport negativ auf die Erkrankung auswirkt. Sicherlich sollte man im akuten Schub nicht Marathon laufen, aber für die aktive Schubphase stehen je nach Ausprägung viele Sportarten zur Verfügung, die ausgeübt werden können. Aber: Wenn Ihre Tochter in guter ärztlicher Behandlung ist, sollte sie schnell aus dem akuten Schub herauskommen. Heute stehen uns viele und gute Medikamente zur Verfügung, so dass bis auf ganz wenige Ausnahmen alle Patienten mit einer Colitis Ulcerosa schnell in eine beschwerdefreie Phase kommen können.
  4. Meine sechsjährige Tochter ist mit ihrer Colitis Ulcerosa bei unserem Kinderarzt in Behandlung. Ist sie dort gut aufgehoben oder sollen wir uns an einen Spezialisten wenden? Pd Dr. Kühbacher: Wichtig wäre eine zusätzliche Vorstellung bei einem auf Ced spezialisiertem Kindergastroenterologen, der dann gemeinsam mit ihrem Kinderarzt ihre Tochter betreuen wird. Entsprechende Adressen von Spezialisten in ihrer Nähe bekommen Sie bei der zentralen Beratungsstelle der deutschen Morbus Crohn/Colitis Ulcerosa Vereinigung DCCV e.V. in Berlin.

    Fragen zu Morbus Crohn

  5. Bei meinem zehnjährigen Sohn wurde Morbus Crohn festgestellt. Kann er je wieder ein normales Leben führen? Prof. Raedler: Mit den heutigen Behandlungsmöglichkeiten können viele Patienten mindestens 90 Prozent ihrer Lebensqualität wieder erreichen. Das gilt auch für Kinder. So können einige der hochwirksamen TNF-Alpha-Blocker, wie zum Beispiel Infliximab, bei Kindern ab 6 Jahren mit schwergradigem aktiven Morbus Crohn eingesetzt werden.
  6. Seit er weiß, dass er Morbus Crohn hat, geht mein Freund kaum noch vor die Tür. Ziehen sich alle Betroffenen so zurück? Was kann man tun? Prof. Raedler: Einige Patienten, die an Morbus Crohn erkrankt sind, fühlen sich körperlich schwach und vermeiden es daher, mehrmals am Tag vor die Tür zu gehen. Wenn Ihr Freund Angst hat, die Wohnung zu verlassen, kann das aber auch daher rühren, dass er fürchtet, nicht rechtzeitig eine Toilette zu finden. Um Scham und Ängsten zu begegnen, kann es von Vorteil sein, zusätzlich zu der sonstigen Therapie eine begleitende psychologische Betreuung in Anspruch zu nehmen. Damit lässt sich die Lebensqualität und -freude oft wieder erreichen.
  7. Ich nehme gegen meinen Crohn seit einiger Zeit Kortison. Doch ich habe Angst vor Spätfolgen wie zum Beispiel Osteoporose…Pd Dr. Ochsenkühn: Die Anwendung von Kortison sollte auf einen sehr kurzen Zeitraum begrenzt sein, da die Nebenwirkungen einer Langzeittherapie gravierend sein können. Zur Erhaltung von symptomfreien Phasen stehen inzwischen andere Medikamente wie Biologika und Azathioprin zur Verfügung.
  8. Ich würde gern eine Wanderwoche in den Alpen machen. Wie kann ich verhindern, dass ich gerade in der Zeit einen Crohn-Schub bekomme? Kann ich die symptomfreien Zeiten irgendwie verlängern? Pd Dr. Ochsenkühn: Voraussetzung für eine normale Lebensplanung mit Freizeitaktivitäten ist eine schubfreie Zeit ohne Beschwerden, am besten zusammen mit einer geheilten Darmschleimhaut. Wird dieses Ziel über die Behandlung nicht erreicht, können Schübe jederzeit auftreten – auch wenn es manchmal schwer ist, diese Wahrheit zu akzeptieren.
  9. Mein Arzt möchte meine Ced-Therapie auf so genannte Biologika umstellen. Was kann ich von der Therapie erwarten? Dr. Stefanie Howaldt, Fachärztin für innere Medizin in einer Ced-Schwerpunktpraxis in Hamburg: Sie können von dieser Therapie sehr viel erwarten. Bisher haben Sie vermutlich viel Kortison und Mesalazine erhalten und haben auf ein Immunsuppressivum nicht angesprochen oder Nebenwirkungen gehabt. Nun kommt eine Therapie auf Sie zu, die stark wirksam ist, dafür aber relativ wenig Nebenwirkungen hat – über die Sie ihr Arzt ausführlich aufklären sollte. Sie sollten von der Therapie eine neue Lebensqualität erwarten. Sie sorgt in den allermeisten Fällen dafür, dass Sie ihr bisher eingeschränktes Privat- und Berufsleben fast wieder so ausüben können wie vor ihrer Erkrankung.
  10. Ich habe seit zehn Jahren Morbus Crohn und habe meine Krankheit weitgehend gut im Griff. Nun wünsche ich mir ein Kind. Darf ich überhaupt schwanger werden und was muss ich bei einer Schwangerschaft beachten? Dr. Howaldt: Natürlich dürfen Sie schwanger werden, es gibt da sehr wenig Einschränkungen. Das wichtigste ist, dass sie als potentielle Mutter in einer ruhigen Phase ihrer Erkrankung sind. Das kann von alleine und ohne Medikamente so sein, man kann aber auch mit einer bestehenden und passenden Medikation ein gesundes Kind zur Welt bringen. Bis auf Methotrexat sind fast alle Medikamente in der Schwangerschaft unter bestimmten Bedingungen möglich. Sie sollten sich zur Betreuung auf eine enge Kooperation zwischen ihrem behandelnden Gastroenterologen und dem Gynäkologen verlassen können. Vor Planung der Schwangerschaft sollten sie ein ausführliches Gespräch mit beiden führen.
  11. Meine beschwerdefreien Phasen werden immer kürzer. Kann das auch an Stress liegen? Oder wird Crohn mit der Zeit automatisch schlimmer? Pd Dr. Tanja Kühbacher, Oberärztin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für innere Medizin I in Kiel: Morbus Crohn wird nicht automatisch schlimmer. Es kann jedoch in Stress-Zeiten zu einer Verschlimmerung der Erkrankung kommen, obwohl es sich bei Morbus Crohn nicht um eine psychosomatische Erkrankung handelt. Zudem kann der Verlauf mit der Zeit chronisch-aktiv werden. Eine Anpassung ihrer Medikation ist daher sehr wichtig, um langfristige Ruhephasen zu erreichen.

 

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