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Kinder kühlen schnell aus – 5 Tipps gegen Kälte

Kind hat Schnupfen (c) S. Hofschlaeger / pixelio.de

Kind hat Schnupfen (c) S. Hofschlaeger / pixelio.de

Auch bei Minusgraden dürfen Kinder nach draußen. Denn Bewegung und frische Luft stärken den Kreislauf und machen gute Laune. Weil Kinder schneller als Erwachsene auskühlen, sollten Eltern aber ein paar Regeln gegen Kälte beachten.

Tipp 1 gegen Kälte: Babys immer am Körper tragen

„Der wichtigste Rat für Eltern ist: Babys immer am Körper tragen!“ – sagt Kinderarzt Prof. Joachim Gardemann aus Münster, der seit Jahren für das Rote Kreuz weltweit Einsatz ist. „Im Kinderwagen oder einer Babyschale kann es schnell zu einer Unterkühlung kommen. Deshalb ist es besser, sich die ganz Kleinen beispielsweise mit einem Tuch vor den Bauch zu binden und den eigenen Mantel drüber zu schließen. Körperwärme ist der beste Schutz.“

Anti-Frier-Tipp 2: Nicht ohne meine Mütze

Aber auch größere Kinder brauchen einen guten Kälteschutz. Ohne Mütze sollten sie gar nicht das Haus verlassen, denn wegen ihres oft noch dünnen Haares verlieren Kinder über den Kopf viel Wärme. Auch wichtig: Ein Schal. Er kann zur Not bis unter die Augen gezogen werden, um die kälteempfindliche Nasen- und Wangenpartie zu schützen.

Tipp 3: Die winddichte Zwiebel

Kleiden Sie Ihre Kinder im Zwiebellook. „Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke. Und die äußerste Schicht sollte winddicht sein, das hält die Kälte am besten draußen“, sagt Gardemann und unterstreicht die vom sächsischen Sozialministerium veröffentlichten 10 Tipps bei extremer Kälte.

Tipp 4: Wer bibbert muss rein

Eine Unterkühlung bemerkt man an Zittern, blasser Haut und bläulichen Lippen. Bei Anzeichen einer Unterkühlung sollte man Kinder in einen normal warmen Raum bringen und am besten in eine Decke einhüllen. Warme – nicht heiße – Getränke mit Zucker helfen bei der Erwärmung.

Tipp 5: Erfrierungen nicht aktiv erwärmen

Erfrierungen sind in unseren Breitengraden eher selten. Erfrierungen ersten Grades erkennt man an weißen, gefühllosen Stellen – meist an Fingern oder der Nase. Hier sollte man nicht aktiv Wärme zuführen, denn es kann sehr schmerzhaft sein, wenn die Durchblutung schlagartig einsetzt. Vielmehr sollte man die betroffenen Partien bei Zimmertemperatur langsam aufwärmen lassen.

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