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Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas um Low Carb erweitert

Ernährung | Spaghetti mit Tomatensoße (c) familienfreund.de

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Ernährungswissenschaftliche Fachgesellschaften empfehlen erstmals auch die kohlenhydratreduzierte Diät zur Gewichtsreduktion. Die als Low-Carb bezeichnete Form berücksichtigen die Experten nun auch in der Leitlinie „Prävention und Therapie der Adipositas“. Herausgegeben wurde die Leitlinie gemeinsam von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) e.V., der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) e.V. Bisher sprachen sich die Experten lediglich für eine fettreduzierte und kohlenhydratbetonte Ernährung zur Behandlung von Übergewicht aus. Zwischenzeitlich bestätigen allerdings zahlreiche Studien die Effektivität der Low-Carb-Diäten.

Wenig kohlenhydratreiche Lebensmittel

„Bei einer Low-Carb-Diät werden kohlenhydratreiche Lebensmittel deutlich eingeschränkt“, so Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Die Worte „low“ und „carb“ kommen aus dem Englischen und bedeuten so viel wie „kohlenhydratarm“. Insbesondere rückt der Verzicht auf Brot, Kartoffeln, Reis, Nudeln oder Zucker in den Fokus. Demgegenüber stehen eiweißreiche Lebensmittel wie zum Beispiel Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte oder Soja im Mittelpunkt der Ernährungsempfehlungen. „Bei einer Low-Carb-Diät ist viel Gemüse mit 3 oder mehr Portionen zu je 135 Gramm und in kleineren Mengen Obst mit etwa 1 bis maximal 2 Portionen zu je 125 Gramm Bestandteil des Ernährungsplanes“, erklärt Dr. Elke Arms. Dabei ist eine Low-Carb-Diät nur bei Einschränkung der Energiezufuhr wirkungsvoll. Die tägliche Energieaufnahme sollte etwa 500 Kalorien unter der Energiemenge liegen, die der Körper verbraucht. Das entspricht etwa einer Energiezufuhr von 1.200 bis 1.600 Kalorien am Tag.

Auch für den dauerhaften Erfolg

Zu Beginn der Diät – also innerhalb der ersten sechs Monate – ist eine kohlenhydratreduzierte Reduktionskost effektiver als eine fettreduzierte Diät. Nach längerer Zeit – also nach etwas 12 Monaten – erreichen beide Diätformen das gleiche Ergebnis. Studien zeigen darüber hinaus, dass mit einer Low-Carb-Diät langfristig abgenommen werden kann. Zudem eignet sie sich auch, um dauerhaft das Gewicht zu halten. Eine gesundheitliche Gefährdung ist durch eine Low-Carb-Diät nicht gegeben. „Jedoch sind extrem einseitige Diäten nicht empfehlenswert. Neben einer Ernährungsumstellung helfen auch regelmäßige Bewegung und Sport bei der Gewichtsreduktion“, empfiehlt Dr. Elke Arms.

Der Diäten-Check im Nestlé Ernährungsstudio nimmt 17 Diäten von Dukan über Low-Carb bis zu Metabolic Balance unter die ernährungswissenschaftliche Lupe. Mit einem Klick können Interessierte sehen, ob eine Diät empfehlenswert ist oder nicht. Zudem hat das Tool eine Checkliste zum Download, welche die Bewertung von Diäten erleichtert.

Dokumentenhinweis: Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur „Prävention und Therapie der Adipositas“ (PDF)

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