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Patchwork-Familie: Was eine Hochzeit für sie bedeutet

Mutter, Vater, Kind - romantisch (c) unsplash / pixabay.de

Mutter, Vater, Kind - romantisch (c) unsplash / pixabay.de

Die klassische Familie von früher, bestehend aus Mutter, Vater und zwei Kindern ist heutzutage kaum noch anzutreffen. Aufgrund von schweren Schicksalsschlägen, Scheidungen oder Trennungen hat sich eine neue Form der Familie etabliert: die Patchwork-Familie. Neu zusammengewürfelte Familien treffen aufeinander, oft bringt jedes Elternteil eigene Kinder mit in die neue Familie – eine ganz neue Herausforderung für diese Familien, neu zusammenzufinden. Nicht selten ist dies Anlass für Konflikte und trotzdem kann eine Patchwork-Familie jedes einzelne Mitglied auf einzigartige Art und Weise bereichern und fördern.

Die Hochzeitsglocken läuten – Zusammenführen zweier Familien

Der Schritt zu heiraten, ist für viele Paare, die in einer Patchwork-Familie leben, ein außerordentlich großer und schwieriger Schritt. Meistens haben die Partner schon eine Ehe hinter sich, die aus verschiedenen Gründen gescheitert ist. Der Mut, sich noch einmal ins Standesamt zu begeben und das Ja-Wort erneut einem anderen Partner gegenüber auszusprechen, wird deshalb nur von wenigen aufgebracht. Allerdings ist nichts schöner, wenn man seinem neuen Partner gegenüber die Treue schwört, trotz schlechter Erfahrungen vorher.

Je nach Konfession ist der Eheschluss in der Kirche für Geschiedene leider nicht ohne Hindernisse möglich. Handelt es sich um Witwer und Witwen, so kann ein erneuter Ehebund vor Gott jedoch nahezu jeder Kirchengemeinschaft geschlossen werden. Ist der Entschluss gefasst und eine neue Ehe wird geschlossen, so ist für das Paar, die Kinder und die Verwandten dieser Moment einzigartig. Nicht wenige sind zu Tränen gerührt, wenn sich die Eltern das Ja-Wort geben. Zudem kommt hinzu, dass die Kinder des Paares nun Zeuge des Bund sein können. Denn hatte es eine frühere Hochzeit mit einem anderen Partner gegeben, waren viele der Kinder noch nicht geboren. So ist auch für die Kinder der Moment, in dem sich die Eltern die Ringe anstecken, ein ganz besonderes Erlebnis.

Nach der Hochzeit – Veränderungen in vielen Lebensbereichen

Durch den Eheschluss zweier Menschen werden zwei komplett verschiedene Familien zusammengeführt, die andere Lebensweisen hatten und nun zusammen als ein Team funktionieren müssen. Für die Kinder der Partner kann es meist sehr fremd sein, nun noch mehr Geschwister zu haben. Die Harmonie zwischen den Kindern ist jedoch äußerst wichtig, da ein schlechtes Familienklima auch die Zufriedenheit des Paares deutlich belasten kann. Ob der Partner mit den eigenen Kindern zu Recht kommt, steht meist außer Frage, wenn sich Mann und Frau zu einer Heirat entschlossen haben.

Neue rechtliche Rahmenbedingungen

Zudem spielen auch rechtliche Faktoren bei der Patchwork-Familie nach der Hochzeit eine bedeutende Rolle. In vielen Fällen müssen Testamente erneuert und die Erbschaftsfolge neu festgelegt werden. Das Sorgerecht muss ebenfalls neu diskutiert werden, da nun auch der neue Partner Verantwortung für die eigenen Kinder übernehmen kann. Zudem muss die Frage des Nachnamens geklärt werden. Die Elternteile können frei entscheiden, welchen Nachnamen sie annehmen oder behalten möchten. Bei den Kindern gestaltet sich die Sache jedoch schwieriger. Diese können nach der Heirat einen neuen Nachnamen nur annehmen, wenn sowohl die Eltern als auch (in den meisten Fällen) der leibliche Vater zustimmen. Durch eine Eheschließung erwartet das Paar vor allem eine steuerliche Entlastung, denn Familien werden milder besteuert als Alleinstehende. Bei Witwern ist der Verlust der Witwenrente mit der Heirat zu beachten.

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2 Kommentare zu “Patchwork-Familie: Was eine Hochzeit für sie bedeutet”

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