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Vollzeitnahe Teilzeit

Arbeitsschuhe sorgen für Sicherheit (c) sumanley / pixabay.de

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[23.05.2010] Was brauchen und wünschen sich junge Eltern mit noch minderjährigen Kindern? Eine scheinbar schwierige Frage, die schon viele Politiker ins Grübeln brachte und mit der sich aktuell die Familienministerin Kristina Köhler befasst. Gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) wirbt die Ministerin für eine vollzeitnahe Teilzeit und meint damit die 30-Stunden-Woche. Dabei gibt Kristina Schröder an, dass 40 h zu viel Arbeit für junge Familien sei und 20 h dagegen das Aus für die Karriere bedeutet.

Macht Teilzeit Arbeitgeber attraktiv?

Nach der Flexibilisierung der Pflegezeit kommt nun die Fixierung der Teilzeit, die es beiden Eltern gleich wohl ermöglichen soll sich um’s Kind zu kümmern. Über die Attraktivität für die Arbeitgeber lässt sich hier heiß diskutieren. Und auch der ein oder andere Vater bzw. die Mutter möchte vielleicht gar nicht weniger oder mehr arbeiten? Bei allen Modellen die am Markt sind, gibt es meist einen entscheidenden Knackpunkt. Dieser liegt in der Beständigkeit der Zugehörigkeit zu einem Unternehmen. Viele Mitarbeiter ändern heute mehrmals in wenigen Jahren das Unternehmen oder sogar die komplette berufliche Ausrichtung. Die Gewähr, dass der Mitarbeiter nach einer längeren Auszeit (die eigentlich keine sein sollte) wohlbehalten in seinen Job zurückkehrt, hat längst nicht jeder Arbeitgeber. In 2 Jahren Pflegezeit kann viel passieren und auch in der Elternzeit hat sich schon so mancher umorientiert und vollkommen neu ausgerichtet.

Modernisierte Ernährermodell im Trend

Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2008 ergibt sich, dass viele Paare heute das „modernisierte Ernährermodell“ bevorzugen. Einer geht Vollzeit und ein Anderer eben Teilzeit. Das Beide arbeiten (wollen), ist heutzutage schon eher die Regel als eine Ausnahme. Einen kleinen Unterschied gibt es immer noch bei den Stunden: Männer mit Kindern arbeiten durchschnittlich 39,7 Stunden – Frauen mit Kindern dagegen nur 24,4 Stunden. Im West-Ost-Gefälle stellt sich historisch dar, dass die Männer hier durchschnittlich 17 h länger arbeiten als die Frauen. Richtung Osten wird es dann etwas weniger. [Anm. der Red.: In einem anderen Beitrag berichten wir über DJI-Ergebnisse und die Egalität in der Arbeit.]

Nun bleibt die Frage offen, ob eine 30-Stunden-Woche alle Mütter und Väter in Verzückung versetzt? Und ob die bessere Vereinbarkeit von Beruf, und Familie sich wirklich mit einer vollzeitnahen Teilzeit lösen lässt? Vielleicht wäre die Flexibilisierung des Arbeitsprozesses, der Rahmenbedingungen und das Schaffen von ausreichenden Schnittstellen zwischen Beruf und Familie der bessere Weg? Wenn sie mehr von ihrer Arbeitszeit und mehr von ihrer Freizeit haben wollen, sind sie bei der familienfreund KG genau richtig. Mit unserem Familienservice unterstützen wir  sie gern aktiv – informieren, begleiten und lösen.

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