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Wie Sie sich auf das Leben als Single im Alter vorbereiten können

grosseltern und enkel (c) bbroianigo / pixelio.de

grosseltern und enkel (c) bbroianigo / pixelio.de

Das das Leben als Single im Alter kommt auf viele Menschen in Paarbeziehungen zu. Statistisch steigt die Zahl der alleinlebenden mit zunehmenden Alter an. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie sich auf das Leben als Single im Alter vorbereiten und, wie Sie auch nach dem Tod des Partners neue Kraft schöpfen können.

Es geht um Teilhabe

Die Broschüre des statistischen Bundesamtes „Männer und Frauen in verschiedenen Lebensphasen“ beginnt mit den Worten: „Im vergangenen Jahr wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland 60 Jahre alt. Laut Grundgesetz sind Männer und Frauen gleichberechtigt. Eine ausgewogene Teilhabe von Frauen und Männern im Berufs- und Familienleben zu erreichen, ist ausschlaggebend für die Gleichstellung der Geschlechter. Diese Teilhabe schreitet jedoch in verschiedenen Lebensbereichen unterschiedlich schnell voran.“ – besser kann man es kaum formulieren oder?

Ein bisschen Statistik für Frauen

Im Fokus der Pressemitteilung steht besonders der 3. Abschnitt, welcher sich mit den Lebensphasen von Frauen und Männern über 60 Jahre befasst. Das nicht ohne Grund. Denn 73% aller allein lebenden Frauen ab 60 Jahren sind verwitwet. Von allen Frauen ab 60 Jahren, die 2009 in einem Privathaushalt lebten, wohnten 40% allein in einem Einpersonenhaushalt. Damit verbunden (leider) oft, dass nach dem Tod des geliebten Partners das Leben ohne neue Partnerschaften einher geht. Je älter die Frauen werden, um so höher ist die Single-Quote. So sind 36% der 70 bis 74-jährigen alleinlebend und ab 85 Jahre sind dreiviertel der Frauen quasi Single.

Warum es schwer ist sich neu zu binden

Natürlich mangelt es auch älteren Frauen nicht an Gelegenheiten sich neu zu binden. Jedoch ist meist die Aussage, dass sie nach dem Tod des langjährigen Partners sich nicht mehr dauerhaft binden möchten. Zum einen leben sie in der Regel in der gemeinsamen Wohnung weiter, zum anderen gehen viele Ihrem bisherigen Alltag weiter nach. Die Fahrt zum gemeinsamen Wochenendgrundstück, die Arbeit im Garten oder das pflegen von Freundschaften füllt viele so aus, dass der Focus nicht darauf liegt, sich mit einem neuen Partner zu verbinden. Wenn beide wirtschaftlich selbstständig sind, beide den Tod eines Partners erlebt haben, ist der Bedarf wie bei Jungen schnell zusammenzuziehen oft gedämpft. Immerhin haben sie ja schon einen längeren prägenden Abschnitt hinter sich.

Ein bisschen Statistik für Männer

Aber auch bei den Männern sprechen die Zahlen für sich. Während die Lebenserwartung an sich kürzer ist, heißt das nicht, dass sie nicht auch allein sind. Von den alleinlebenden Männern im Alter ab 60 Jahren war 2009 weniger als die Hälfte (45%) Witwer. Ab 85 Jahren lebten 35% der Männer allein. Mit dem Tod des Partners kommt oft die Einsamkeit. Während Frauen oft die Ehemänner oder den Partner aufgrund des Altersunterschiedes pflegen, müssen sie selbst mit fortschreitendem Alter in Heimen und Wohngemeinschaften versorgt werden. Alterskrankheiten, wie Demenz treten häufiger auf als bei Frauen.

Die eigene Zukunft planen

Am 1. 10. ist jedes Jahr der internationale Tag der älteren Menschen und mit fortschreitender Überalterung der Bevölkerung sollte man doch schon mit einem Auge nach der Zukunft schielen. Vorsorge und Betreuung zu organisieren ist das eine – emotionale Stabilität und Geborgenheit zu haben das andere. Menschen brauchen Kontakt und Wärme. Das miteinander der Paarbeziehung können und sollen sie nicht ersetzen. Jedoch bietet es sich an, seinen freizeitlichen Radius auszuweiten und deutlich zu intensivieren. Wer seine Hobbys hat, ist deutlich weniger einsam und nimmt mehr am gesellschaftlichen Leben teil. Auch ein Weiterbildungsangebot, eine Reise mit dem Skatclub oder das Internet ermöglicht es Kontakte und Netzwerk mit anderen zu knüpfen. Eine große Aufgabe stellt sich für Männer und Frauen im Alter: Sie müssen sich geistig fit halten und in Bewegung bleiben.

Nicht an der Vergangenheit zerbrechen

Wer Familienangehörige verliert bzw. selbst überlebt, hat mit zunehmenden Alter seelisch sein Päckchen zu tragen. Um nicht stetig in der Vergangenheit zu leben, empfehlen wir Ihnen Kontakt mit gleichgesinnten aufzunehmen, z. B. im Rahmen einer Trauergruppe, dem Trauercafe oder innerhalb einer Begegungsstätte. Es gibt viele soziale Unterstützungsmöglichkeiten, die Sie als Single im Alter für sich nutzen können. Auch unangenehme Dinge, die eine Alkohol- oder/und Medikamentenabhängigkeit sind kein Grund als Single im Alter zu verzweifeln und allein zu leben. Für alles gibt es eine Lösung, wenn Sie danach suchen und bereit sind, sich zu öffnen. Und, wenn Sie auf lange Sicht nicht mit anderen Menschen wollen, ist vielleicht ein tierischer Begleiter für die letzten Jahre ein Tipp von uns. Ebenso können und wollen Sie sich vielleicht um die Enkelkinder kümmern oder Sie ziehen nochmal um in die Nähe Ihrer Kinder bzw. anderer Familienangehöriger oder von Freunden.

Familie ist dort, wo 2 füreinander Verantwortung übernehmen

Getreu dem familienfreund(lichen) Motto: „Familie ist immer da, wo 2 füreinander Verantwortung übernehmen.“ – Unterstützen wir Sie gern mit passenden Angeboten und Tipps. Nutzen Sie dafür den Familienkatalog der familienfreund KG oder besuchen Sie uns in der Themenwoche „trautes Heim “ im familienbüro Leipzig – Katharinenstraße 23, 04109 Leipzig. Öffnungszeiten in der Woche vom 4.10. bis 8.10. Dienstag, Mittwoch, Freitag von 17 bis 18 Uhr. Unabhängig von diesem Termin können Sie uns als Arbeitgeberservice buchen und somit für Ihre Mitarbeiter plus das gesamte soziale Umfeld Leistungen in allen Fragen rund um Familie von 0 bis 99plus abrufen.

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