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Zukunft weiblich gestalten

Seniorin (c) Erich Westendarp / pixelio.de

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(txn). Er jährt sich in diesem Jahr zum 102. Mal – der Internationale Frauentag. Die Idee ist einst von der US-Amerikanerin May Wood-Simons nach Europa gebracht und von der deutschen Sozialistin Clara Zetkin weiter getragen worden. Der erste Frauentag auf europäischem Boden wurde am 19. März 1911 in Kopenhagen gefeiert – in der damaligen Zeit eine echte Sensation.

Die Vereinten Nationen nahmen sich der Sache erst 1977 an: In diesem Jahr wurde das erste internationale Abkommen beschlossen, das Frau und Mann gleichstellt. Seither hat der Internationale Frauentag weltweit sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern an Bedeutung zugenommen.

Berufstätige Frauen in der heutigen Zeit stehen anderen, aber nicht minder anspruchsvollen Herausforderungen gegenüber, als 1910 die Frauen der sozialistischen Bewegung um Clara Zetkin. Diese setzten sich insbesondere für das Frauenwahlrecht ein. Heute liegen die Schwerpunkte anders. Denn ob aus eigenem Anspruch oder aus wirtschaftlicher Notwendigkeit, für moderne Frauen ist Multitasking zur Selbstverständlichkeit geworden. Es gilt, neben der Arbeit eine Vielzahl von privaten, sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Bedürfnissen zu stillen. Für alle Familienmitglieder muss immer wieder, an jedem Tag der Woche, ein funktionierendes Alltagspuzzle zusammengebaut werden.

Kein Wunder, dass zum internationalen Frauentag der Neuzeit immer wieder über alternative und flexible Arbeitsplatzmodelle diskutiert wird, die vor allem für junge Mütter eine immense Bedeutung haben. Die oftmals überdurchschnittlich hoch qualifizierten Frauen, die ihre Karriere und Familie miteinander in Einklang bringen möchten, werden für die Wirtschaft immer wichtiger. Arbeitgeber, die dies erkennen und die sich auf die speziellen Bedürfnisse von Frauen einstellen, haben gute Chancen dem wachsenden Fachkräftemangel zu begegnen.

„Unternehmen, die individuell abgestimmte und für Frauen oftmals unverzichtbare Rahmenbedingungen für den einzelnen Arbeitsplatz schaffen – z.B. flexible Arbeitsbedingungen (durch Teilzeitmodelle, Vertrauensarbeitszeit, etc.) und Unterstützung bei der Kinderbetreuung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie – verbessern sowohl ihr Image als auch die Motivation ihrer Mitarbeiter nachhaltig. Sie können gezielter auf unterschiedliches Arbeitsaufkommen reagieren und Projekte deutlich besser planen“, so Petra Timm, Unternehmenssprecherin bei Randstad Deutschland. Gleichzeitig können sich insbesondere Mütter besser mit ihren Kompetenzen einbringen. Sie sind motivierter, zufriedener und schaffen dadurch mehr Leistung und Ergebnisse. Dies führt zu einer messbaren Produktivitätssteigerung. Und nicht zuletzt erhöht es die Loyalität zum Arbeitgeber.

Frauen finden am 8. März in zweierlei Hinsicht Würdigung. Einerseits ist es ein Feiertag zu Ehren derer, die wie Clara Zetkin, in ihrem Land durch Mut und Entschlossenheit eine herausragende Rolle gespielt haben. Andererseits gilt es nach wie vor, die Leistungen der Frauen anzuerkennen, Fortschritte zu reflektieren sowie ihren beruflichen wie gesellschaftlichen Stand gegenüber dem Mann zu stärken. Die Kraft der Frauen ist auch heute ein zentrales Merkmal der UN-Bemühungen, die sich sowohl in wirtschaftlichen als auch in sozialen und politischen Handlungen auf der ganzen Welt wieder finden.

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