Kirchturm (c) familienfreund.de

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Mit der Bestattungsvorsorge Mut an den letzten Schritt zu denken

Haben Sie schon für Ihre Bestattung vorgesorgt? Mitten im Leben denkt niemand gerne an den Tod. Doch im Sterbefall muss heute jeder Mensch für seine eigene oder die Bestattung seiner Angehörigen selbst aufkommen. Wie die Finanzen im Todesfall aussehen, ist angesichts eventuell anfallender Pflege- und Heimkosten kaum vorherzusehen. Wer vorsorgt, entlastet seine Angehörigen. Bestattungsvorsorge bedeutet aber auch, die eigenen Wünsche für die dereinstige Bestattung inhaltlich und finanziell abzusichern.

Sonnenblume in der Hand als Symbol für Sterbevorsorge (c) h.b. / pixelio.de

Sonnenblume in der Hand als Symbol für Sterbevorsorge (c) h.b. / pixelio.de

Sterbehilfe ist kein Tabu – Sterbevorsorge wirft viele Fragen auf

(djd). Die stillen Gedenktage im November rücken die oft verdrängten Themen Tod und Sterben bei vielen in den Vordergrund. Nicht nur den verstorbenen Angehörigen wird dann gedacht, auch die eigene Vergänglichkeit wird den Menschen bewusst. Die Bereitschaft, sich mit schwierigen und belastenden Themen wie dem Tod auseinanderzusetzen, ist in der Gesellschaft längst kein Tabu mehr und Teil der Sterbevorsorge. Ein Beispiel ist die Sterbehilfe, über die in Deutschland derzeit intensiv diskutiert wird. Daraus ergeben sich auch viele Fragen zu den Themen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Um diese Themen sowie neue Bestattungsformen und die finanzielle Vorsorge ging es bei der Telefonaktion.

Natur | Steingesicht (c) Dietmar Böhmer / pixelio.de

Natur | Steingesicht (c) Dietmar Böhmer / pixelio.de

Bestattung: Auch der Tod geht mit der Zeit

Geht es aus unterschiedlichsten Gründen auf das Lebensende zu gibt es immer noch viel zu beachten. Im
wesentlichen sind 3 Parteien an der Vorbereitung und Durchführung des letzten Ganges beteiligt.
Es betrifft im übergroßen Maß den Sterbenden selbst, die nächsten Angehörigen und den Bestatter
ihres Vertrauens. Ob und wie man seine eigene Beerdigung vorbereiten kann, ist abhängig vom Zustand des Betroffenen, dem vorhandenen letzten Willen (Betreuungsvollmacht, Testament), seinem Geldbeutel und der verbleibenden Zeit.

Der letzte Wille
Der Tod und seine vielen Gesichter sind in unserer modernen Gesellschaft kein Tabuthema mehr. Es wird offen über das Sterben berichtet und diskutiert. Die Geschichten von schwerstkranken und ihre Angehörigen erreichen uns heute über die Medien und das Internet. Palliativmedizin, Sterbebegleitung und Trauerkultur sind längst nicht mehr nur leere Worte sondern haben einen Weg in unser Leben gefunden.

Friedhof (c) familienfreund.de

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erinnerung und trost – die richtige form des kondolierens

viele menschen haben schwierigkeiten damit, die richtige form des kondolierens bei einem todesfall im verwandten-, bekannten- oder kollegenkreis zu finden. „für trauernde sind zeichen des mitgefühls und die anerkennung des verstorbenen aber ein enorm wichtiger trost“, betont andrea maria haller, geschäftsführerin des stuttgarter bestattungshauses haller. beim kondolieren müsse möglichst eine verbindung zum verstorbenen hergestellt werden. 

Was passiert mit Hilde Mück? - Neues Kinderbuch zu Tod und Abschied. Erschienen im Fachverlag des Deutschen Bestattungsgewerbes (bestatter.de), Düsseldorf, 2012

Was passiert mit Hilde Mück? - Neues Kinderbuch zu Tod und Abschied. Erschienen im Fachverlag des Deutschen Bestattungsgewerbes (bestatter.de), Düsseldorf, 2012

entscheidung über leben und tod

mitte februar wurde der niederländische prinz johan friso beim skifahren von einer lawine verschüttet. schon kurz nach dem unfall war klar, dass er vermutlich aus dem koma nicht mehr erwachen wird. nach niederländischem recht muss ein mensch in einem solch hoffnungslosen zustand nicht am leben erhalten werden. die ärzte dürfen das beatmungsgerät sogar ohne zustimmung der familie abschalten. anders ist die lage in deutschland: auch hier dürften ärzte zwar passive sterbehilfe durch das abschalten lebenserhaltender geräte leisten – aber nur dann, wenn es dem vermuteten oder dokumentierten willen des betroffenen entspricht! wie aber kann man einen solchen willen artikulieren und wie kann man sicherstellen, dass er auch wirklich umgesetzt wird? und wie kann man schließlich dafür sorgen, dass auch der letzte weg selbst nach den eigenen vorstellungen gestaltet wird? diese und viele andere fragen gab es bei unserem expertentelefon. 

Feldblumen (c) familienfreund.de

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die vielen behördengänge nach dem tod

der verlust eines geliebten menschen ist stets ein schmerzlicher einschnitt. den meisten dürfte es schwerfallen, in der akuten trauer an bürokratische dinge zu denken. dennoch sind behördengänge zu erledigen, persönliche papiere des verstorbenen zusammenzutragen sowie banken und institutionen zu informieren. viele dinge müssen nun vor allem auch in aller eile vonstattengehen: adressen von verwandten und freunden sind zusammenzustellen, die trauerkarten müssen geschrieben werden. vor allem aber ist die beerdigung zu organisieren. sie soll zu etwas ganz besonderem werden und dem verstorbenen einen würdigen und einzigartigen abschied geben.