Was Sie zum Thema Läuse wissen sollten

Läuse sind kleine Plagegeister, welche die Kopfhaare Ihres Wirtes als Niststätte für ihre Brut benutzen. Meist trifft es Ihre Kinder, wenn Sie Gemeinschaftseinrichtungen, wie Kindertagesstätten und Schulen besuchen bzw. sich z. B. auf Klassenfahrt im Schullandheim befinden. Läuse gelangen von Kopf zu Kopf und vermehren sich so bei vielen Köpfen rasant. Das große Krabbeln und jucken macht Eltern meist auf den Kopflausbefall aufmerksam. Jetzt ist guter Rat teuer und mindestens steht die Läusebekämpfung mit einem Läusemittel an. Oft dürfen die Kinder erst mit einem Attest vom Arzt zurück in die Einrichtung.

Läuse mögen saubere Haare

Läuse können nicht fliegen oder springen. Ohne regelmäßige Blutmahlzeiten, etwa alle drei Stunden, kann die Laus übrigens nur wenige Stunden überleben. Sicherheitshalber sollten Sie alle Familienmitglieder auf etwaigen Befall untersuchen, wenn Ihr Kind betroffen ist. Informieren Sie bitte auf jeden Fall die Schule und die Eltern der Spielkameraden, um die Läuse an der Ausbreitung zu hindern. Nun reagieren Eltern und Einrichtungen stets unterschiedlich auf den Läusebefall eines Kindes. Was Sie mitteilen sollten, ist, dass der Läusebefall Ihres Kindes nichts mit schlechter oder mangelnder Hygiene zu tun hat. Kopfläuse fühlen sich in frisch gewaschenen Haaren besonders wohl. In ungewaschenem, fettigem Haar klappt das Ankleben der Läuseeier an den Haaren viel schwerer.

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Warum jucken Läusebisse?

Läuse beißen, Menschen kratzen und die Wunden entzünden sich auf der Kopfhaut. Der Speichel der Läuse lässt die Kopfhaut anschwellen – wie bei einem Mückenstich. Durch das Kratzen verschlimmert  sich die Kopfhaut. Bei einer länger bestehenden Infektion der Kopfhaut schwellen auch die regionalen Lymphknoten an – Ekzeme können entstehen. Daher sollten die Plagegeister schnellstens beseitigt werden, damit die Hautläsionen abheilen können.

Läuse behandeln aber richtig!

Läuse kann man natürlich mit vielen Produkten behandeln und bekämpfen. Wichtig ist, dass man alle Plagegeister und auch deren Läuseeier erwischt. Das Gewusel auf dem Kopf Ihres Kindes bekämpfen Sie am besten mit einem Mittel vom Arzt bzw. Apotheker. Nach der chemischen Behandlung und Abtötung der Läuse ist das Auskämmen und entfernen der Nissen notwendig. Dazu eignet sich ein Läusekamm. Oft trifft es Kinder und Familien unterjährig mehrfach. Hochzeiten für Läuse sind Frühling und Herbst. Die Bekämpfung von Läusen ist eine ganzheitliche anstrengende Angelegenheit. Läuseopfer müssen zusammenhalten und gemeinsam gegen den Befall kämpfen. Den Befall zu verschweigen, weil Sie sich schämen, verschlimmert alles.

Auch die Einrichtungen müssen handeln!

Wenn Läuse in Kita und Schule auftauchen sind auch die Einrichtungen zum Handeln verpflichtet. Immer wieder auftretende Erkrankungen müssen durch eine effektive Läusebekämpfung verhindert werden. Eine Großreinigung von allem wuscheligen und kuscheligen Material ist angesagt. Bettzeug, Kuscheltiere und Co. Müssen eine extra Runde in der Waschmaschine drehen, wenn möglich bei hohen Temperaturen. Geht das nicht, gehören sie luftdicht verschlossen in einen Sack.

Gegenstände sind von Läusen nicht betroffen

Hysterische, übertriebene Putzaktionen im ganzen Haus müssen nicht sein, denn Gegenstände sind nur selten „verlaust“. Es reicht, im Kinderzimmer Staub zu saugen und die Bett- und Nachtwäsche sowie das Kuscheltier bei 60 Grad zu waschen. Am wichtigsten ist die sofortige Behandlung des Parasitenträgers. Schnell und wirksam ist die Behandlung mit modernen Kopflausmitteln wie etwa Nyda aus der Apotheke. Es enthält ein spezielles Dimeticon (Silikonöl), das tief in die Atemwege der Läuse und Nissen eindringt und sie ersticken lässt. Innerhalb weniger Minuten werden die Parasiten bewegungsunfähig und zeigen keine wesentlichen Lebenszeichen mehr. Zwei Behandlungen sind nötig, nach erfolgter Erstbehandlung können die Kinder bereits wieder die Schule besuchen.

Hausmittel bei Kopflausbefall unwirksam

Ist Ihr Kind von Läusen betroffen, müssen Sie auf Läusemittel vertrauen. Von früheren Behandlungsmethoden bei Läusebefall wie Alkohol oder Essig raten Kinderärzte ab. Auch normales kämmen, duschen und selbst intensivstes Haare waschen entfernt die Parasiten nicht. Modernen Kopflausmittel lässt Läuse und Nissen ersticken. Am wirksamsten ist es, wenn Sie zweimal den Kopf behandeln. Jedoch können nach erfolgter Erstbehandlung die Kinder bereits wieder öffentliche Einrichtungen besuchen.

Entwicklungsstadien der Kopflaus

Die weibliche, ausgewachsene Kopflaus befestigt die Eier (Nissen) mithilfe einer wasserunlöslichen Kittsubstanz am Haarschaft in unmittelbarer Nähe zur Kopfhaut. Nach sieben bis acht Tagen schlüpfen die Nymphen. Diese sind etwa ein bis zwei Millimeter groß und saugen alle zwei bis drei Stunden Blut. Nach etwa 12 Tagen ist die Laus ausgewachsen und lebt drei bis vier Wochen. Eine Schwachstelle haben die Kopfläuse in allen Entwicklungsstadien – die Atemöffnungen.

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